IMPULSE ZU DEN WOCHENLOSUNGEN 2020

Der Menschensohn muss erhöht werden, auf das alle, die an ihn glauben, das ewige Leben haben. (Johannes 3, 14b.15)

Es muss etwas geschehen, damit etwas anderes möglich wird.

Etwas so unvorstellbar Schreckliches wie der Kreuzestod, aber auch so etwas unbeschreiblich Großartiges wie die Auferstehung von den Toten, der Sieg über Tod und Hölle musste stattfinden, von Jesus Christus durchlitten werden, damit die, die an ihn glauben das ewige Leben haben können.

Wir müssen in Zeiten von Corona viele für uns einschränkende Regeln einhalten, damit dadurch hoffentlich eine positive Gesundungsdynamik entsteht. Auf die wir alle hoffen.

Der Bibeltext vermittelt uns mehr als nur eine Hoffnung auf etwas, das hoffentlich eintritt. Der Tod und die Auferstehung von Jesus Christus ist nicht nur ein Versuch, um allen, die daran glauben das ewige Leben zu schenken. Nein, es ist ein göttliches MUSS, eine unumstößliche Tatsache, die ein für alle Mal Fakten schafft.

Ich lade Sie zu einer kleinen Übung ein. Sprechen Sie den Satz. „Ich habe ewiges Leben durch Jesus Christus.“ einmal laut aus.

Merken Sie, welche Kraft in diesem Satz steckt? Wie er Raum in Ihnen  greift?

Der Glaube an Jesus Christus gibt uns etwas Ewiges, etwas, das nicht unterbrochen werden kann, weder durch Leid, Schmerzen, Corona oder den Tod. Ewiges Leben ist und besteht fort. Alles was wir erleben wird damit zu einem Teilstück des Weges, auf unserem ewigen Lebensweg.

Glaubende sind bereits Angekommene, sind Habende. Denn: Mehr als das ewige Leben geht nicht.

Deshalb gilt der Satz: „Am Ende steht nicht Schmerz, am Ende stehst Du, Gott, Weg, Wahrheit und Leben für mich.“ (Wolfhart Koeppen)

Freuen Sie sich neu auf Karfreitag und Ostern. Das Leiden von Jesus Christus ist ein MUSS, die Voraussetzung dafür, dass wir nicht mehr im Hier und Jetzt gefangen sind, sondern schon heute „im Himmel“ sind.

Gottes Schutz und Segen für Sie!

„Der Menschensohn ist nicht gekommen, dass er sich dienen lasse, sondern dass er diene und gebe sein Leben als Lösegeld für viele.“ (Matthäus 20,28)

Diesen Satz spricht Jesus, als seine Jünger mal wieder nicht verstanden haben, um was es bei ihm geht. Sie hatten erlebt, wie groß der Zulauf an Menschen bei ihm war. Das brachte die Mutter der Zebedäusjünger auf die Idee, schon mal zwei Ministersessel für ihre Söhne zu reservieren. Frei nach dem Sprichwort: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst – dem sich auch die Hamsterkäufer unserer Zeit wohl verpflichtet fühlen.

Jesus versucht dann zu erklären, was diese Bitte bedeutet, doch scheint seine Erklärung nicht so richtig anzukommen. Denn die anderen Jünger reagieren ziemlich sauer, als sie dieses Vordrängeln der Zebedaiden bemerken. Ich kann mir somit ein wenig vorstellen, was da los war, wenn 12 junge Männer Krach miteinander bekommen. Da lag Prügel in der Luft.

Dabei unterlagen sie alle miteinander demselben Irrtum. Sie dachten von der Seite der Macht her. Wer die Macht hat, der regiert. Wer die Macht hat, der hat die anderen und das Leben im Griff. Deshalb gilt es unbedingt im Leben nach Macht zu streben. Für Alfred Adler war genau das der Motivationsantrieb generell.

Dieses Denken bestimmt momentan auch unsere Zeit. In unserer westlichen Gesellschaft gingen wir davon aus, alles im Griff zu haben und alles beherrschen zu können. Und dann beweist uns ein kleiner Virus, den wir mit bloßem Auge nicht einmal sehen können, wie sehr wir uns da geirrt haben. Und dann schlägt das Machtstreben geboren aus einem unbändigen Egoismus – ich möchte sein wie Gott – um. Es entsteht Hilflosigkeit, Angst und Panik.

Jesus zeigt einen anderen Weg. Er redet vom „Dienen“ als Inhalt und Sinn unseres Lebens. Wer etwas aus seinem Leben machen möchte sollte sich mit dem Gedanken des Dienens vertraut machen. Dienen, das heißt: Beistehen; Eintreten für; sich hingeben an; unterstützen; sich widmen. Beim Dienen kommt immer ein Gegenüber ins Blickfeld. Andere Menschen, die Schöpfung unserer Welt,… und damit ist es ein Blick weg von einem unheilvollen Drehen um sich selbst hin zum Wohl des Anderen.

Jesus lebt uns das vor, indem er sein Leben dienend einsetzt zum Wohl von uns allen. Genau das bedenken wir doch in der Passions- und Osterzeit.

Bin ich aber nicht der Dumme, wenn ich mich darauf einlasse? Gewinnen dann nicht andere und ich verliere?

Oberflächlich scheint das so zu sein. Immerhin stirbt Jesus am Kreuz einen furchtbaren Tod. Und doch ist genau das der Weg zum Leben, das dauerhaft ist. Jesus stellt unser Denken auf den Kopf und fordert uns damit zur Veränderung auch unseres Denkens heraus.

Ich möchte in den Zeiten von Corona daraus lernen, dass es nicht darum geht alles im Griff zu haben.

Ich möchte lernen dass es darum geht an dem Platz, an den Gott mich gestellt hat, meine Aufgabe dienend zu erfüllen.

Ich möchte lernen das Vertrauen zu stärken, dass genau das der Weg mit Jesus und hin zum dauerhaften Leben ist.

Und ich möchte lernen, dass Jesus alles in seiner Hand hält, das er im Regiment sitzt und nicht ein Virus oder sonst irgendetwas. Und deshalb halte ich daran fest, dass nichts, absolut nichts, mich aus seiner Hand reißen kann.

Allen Lesern wünsche ich in dieser Zeit das Vertrauen, dass Gott keine Fehler macht, alles in seiner Hand hält und es am Ende gut wird.

„Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt bleibt es allein; wenn es aber erstirbt, bringt es viel Frucht.“ (Johannes 12,24)

Mitten in dieser Corona-Krise geht es im Wochenspruch ausgerechnet auch noch ums Sterben. Tagtäglich sind wir von Nachrichten umgeben, die von Krankheit und Tod sprechen. Die Menschen sind zutiefst verunsichert und zum Teil panisch (Stichwort „Hamsterkäufe“). Ein 86jähriger Mann sagte zu mir: Was ist los? Menschen sterben. Weißt du, wieviel Menschen in den Kriegen gestorben sind. Ich antworte: Wir – und damit meine ich die nach dem Krieg geborenen- sind es nicht mehr gewohnt, zu sterben!“ –Alles wird immer hektischer in diese kurze Lebenszeit gepackt. Die Menschen sind immer gestresster und gleichzeitig besinnungsloser. Sie kennen die unsichtbare Wirklichkeit Gottes nicht, von dem unser Wochenspruch berichtet.

Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt bleibt es allein; wenn es aber erstirbt, bringt es viel Frucht, sagt Jesus. Mit diesem Bild spricht er von sich und seinem Tod. Vielleicht war Dir, lieber Leser, durch die derzeitigen Umstände aus dem Blick gerückt, dass gerade Passionszeit ist. Es ist eine gute Zeit, um sich mit dieser Aussage zu befassen. Jesu Wesen ist einzigartig. Jesus ist der einzige Mensch, der mit göttlicher Natur zur Welt gekommen ist. Das Weizenkorn, das allein ist, ist Jesus. Durch seinen Tod am Kreuz und seine Auferstehung schenkt er uns ein neues Leben. Wer glaubt, dass Jesus für die eigenen Sünden gestorben ist und wer ihm nachfolgt, bekommt den heiligen Geist. Er wird geistlich gesehen „von neuem geboren“. Wenn Gott selbst mit seinem Geist einzieht, bekommen wir Anteil an der „göttlichen Natur“. … Mit Christus ist die alte sündige Natur gestorben, „der alte Adam“ nennt die Bibel den sündigen Menschen, der den Versuchungen nicht widerstehen kann, der tut, was Gott nicht gefällt und selbstsüchtig lebt (z.B. hamstert). Menschen, die Jesus nachfolgen, die seinen heiligen Geist in sich haben, sind von anderer Art. Sein Geist verbindet sie. Sie sind die Frucht, die Jesus durch seinen Tod hervorgebracht hat. Sie wollen Gott ehren. Menschen, die Jesus Christus nachfolgen, haben nicht sich und ihr Leben im Zentrum, sondern Gott – auch in der Corona-Krise.

Die biblische Fundierung dieser Aussagen ist unter anderem von Paulus in den Briefen an die Römer und die Korinther formuliert (Römer Kapitel 5 und 8, 1. Korinther 15, besonders V.17-22). Sie wird in der BTS- Seelsorgeausbildung im Aufbaukurs Theologie unterrichtet. – In dieser unruhigen Zeit lade ich ein, sich in Gottes Wort und seiner Wahrheit tief zu verankern.

Von guten Mächten wunderbar geborgen erwarten wir getrost, was kommen mag. Gott ist mit uns am Abend und am Morgen und ganz gewiss an jedem neuen Tag. (Dietrich Bonhoeffer)

„Wer die Hand an den Pflug legt und sieht zurück, der ist nicht geschickt für das Reich Gottes“. (Lukas 9,62)
oder:
„Wer pflügen will, darf nicht nach hinten sehen, sonst ist er für das Reich Gottes ungeeignet.“ (Berger/Nord Übersetzung)

Zu wem spricht Jesus diesen Satz? Ein Mann sagt zu Jesus: „Ich will dir folgen, Herr. Aber lass mich bitte Abschied nehmen von meiner Familie.“ Jesu Antwort wirkt grotesk. Ist es denn nicht das Selbstverständlichste von der Welt, dass man sich verabschiedet, wenn man weggeht, vielleicht sogar für lange Zeit? Wenn wir genau hinhören, spüren wir hier den Humor Jesus heraus, wie wir ihn bei Jesus öfters wahrnehmen, z. B. dass ein Kamel durchs Nadelöhr gehen kann. Aber was will Jesus denn ausdrücken? Mir scheint, dass Jesus eine radikale Trennung von allem erwartet, was vor der Berufung durch Jesus das Leben bestimmte.

Was könnte das für uns bedeuten? Jesus will, dass wir das Alte loslassen und mit ihm nach vorne sehen und nach vorne leben. Victor Frankl hat das sehr schön ausgedrückt, wenn er sagt, „heute ist der erste Tag meines restlichen Lebens“. Dazu möchte ich ein bisschen Einblick in mein Leben geben.

Das Leben mit Jesus ist voller Überraschungen: Als ich das Abitur (mit Preis) gemacht habe, konnte ich aus besonderen Gründen nicht Psychologie studieren, um Psychotherapeutin zu werden. Das war mein eigentlicher Wunsch. Trotzdem kamen immer wieder Menschen zu mir in Seelsorge und brachten ihre geistlichen und psychischen Nöte. Je länger ich als Laie Menschen in der Seelsorge begleitete, desto mehr merkte ich, wieviel mir fehlte, um gut helfen zu können. Durch meine Krankenschwesternausbildung hatte ich lange Zeit auch Psychologie und Pädagogik gelernt, so dass ich merkte, es gibt auch Hilfen aus diesen Gebieten, nicht nur aus den geistlichen.

1994 lernte ich die BTS kennen bei einem Vortrag von Professor Michael Dieterich. Ich wusste sofort, dass dies mein Weg in die Zukunft sein würde. Ich brauchte nicht zu fragen: „Herr willst du das?“ Ich wusste es einfach. Und dann begann ein neues Abenteuer mit Jesus und auch mit vielen Menschen. Ich hatte großen Respekt vor allen Studienleitern, und ich saugte das neue Wissen in mich auf. Dann gab es nach meiner BTS Ausbildung plötzlich ein Studium von zwei Jahren (1998-2000). Endlich konnte ich das machen, was ich schon lange ersehnt hatte: Ein richtiges Studium! Gott hat auch hier alles so gelenkt, dass es für mich und meine Familie möglich wurde, berufsbegleitend zu studieren. Dass ich selber einmal Studienleiterin und Supervisorin werden sollte, kam mir überhaupt nicht in den Sinn. Und doch kam es dazu. Nicht weil ich darum gekämpft habe, sondern weil die Situation so vorbereitet war, dass ich diesen Weg gehen konnte. Ich habe viel lernen dürfen, nicht nur im psychischen Bereich, sondern auch im geistlichen, überhaupt im Umgang mit Menschen. Auf diesem ganzen Weg konnte ich in vielen Situationen die Weite und die Liebe Gottes erfahren, auch in manchen schwierigen Situationen. Und auch heute erlebe ich es noch, dass Gott mich in Situationen bringt, die ich früher abgelehnt hätte aus Ängsten oder aus falschen moralischen Vorstellungen. Und indem ich den Weg gehe, den er mich gehen heißt, erfahre ich seine Nähe und unglaubliche Liebe. Sie hilft mir über manches Leid, was ich auch erlebe, hindurch und lehrt mich, ihm immer besser zu vertrauen und das Alte abzuschütteln.

„Gott erweist seine Liebe zu uns darin, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren“.(Römer 5,8)

Ja, Gott liebt uns. Diese Bibelstelle ist eine von ganz vielen in Gottes Wort, die Gottes Liebe zum Menschen bezeugen. Gott tritt mit seiner Liebe in Vorleistung! Er liebt uns, obwohl wir …

  • Ihn noch nicht kennen,
  • bewusst nichts mit ihm zu tun haben wollen,
  • es nicht verdient haben…

Liebe Seelsorge, falls Euer Gehirn Euch jetzt signalisiert: Das kenne ich schon! Was ist neu? Was ist bedeutsam? besteht die Gefahr, nicht weiterzulesen. Halt, liebe Seelsorger, bitte lest weiter. Jetzt geht es um unsre Ratsuchenden.

Was uns selbstverständlich erscheint, kann für Ratsuchenden eine Wahrheit sein, die sie nicht kennen. Manchmal geht es in der Beratung und Seelsorge tatsächlich darum, die christlichen „Basics“ zu erklären. Wir arbeiten mit einem tollen Meta-Konzept, dem der Allgemeinen Beratung, Psychotherapie und Seelsorge (ABPS) und wollen damit ganzheitlich helfen. Die Frage ist: Wann ist was dran?

Ein Mann kam mit Suchtproblemen in die Beratung. Er stand vor dem finanziellen Ruin und dem Ende seiner Ehe. Wäre es da nicht naheliegend gewesen, ihm lebensnah und mit allen zur Verfügung stehenden Methoden beim Suchtausstieg zu helfen (sprich Suchtauslöser herausfinden, gegenkonditionieren usw.)? – Ja, das ist wichtig. Im Erstgespräch stellte sich heraus, dass der Mann nicht nur eine schwere Vergangenheit hinter sich hatte, sondern auch einen „zarten Schritt“ in Richtung des christlichen Glaubens unternommen hatte. – Als er den Trümmerhaufen betrachtete, den er durch die Sucht verursacht hatte, schien es ihm unbegreiflich, warum ihm jetzt „fremde“ Menschen halfen. Er hatte dies doch nicht verdient. Was für eine Gelegenheit, ihm genau in dieser Situation von der Liebe Gottes zu erzählen.

Gott erweist seine Liebe zu uns…das macht er manchmal durch Menschen, die an ihn glauben. So wird seine Liebe erfahrbar. Er zeigt es aber vor allem, dadurch dass er seinen Sohn in diese Welt gesandt hat, der für uns gestorben ist,…als wir noch Sünder waren. Jetzt konnte das Evangelium gesagt werden. Als Kursleiterin vertrete ich die Regel: Eine Beratung ist keine „Missionsstunde“. Wir helfen Menschen bei dem Anliegen, das sie mitbringen. Aber auch hier gilt: Keine Regel ohne Ausnahme. Im vorliegenden Fall war alles vorbereitet, um angemessen die beste Botschaft der Welt zu platzieren. – Zwei Erkenntnisse nehme ich aus dieser Situation mit. Es ist wichtig, dass wir als Seelsorger auf Gott hören, um zu erkennen, wann was dran ist. Zudem sollten wir sprachfähig sein, um in verständlicher Sprache und auf natürliche Art das Evangelium weitergeben zu können.

„Dazu ist erschienen der Sohn Gottes, dass es die Werke des Teufels zerstöre.“ (1. Johannes 3,8b)

Welches Erbgut trägst du in dir? Von wem stammst du ab? Bist du ein Kind Gottes oder ein Kind des Teufels? So krass drückt es der Kontext, in dem der Wochenspruch steht, aus.

Entweder-Oder, ein bisschen von Beidem gibt es nicht.

Jesus Christus ist gekommen, um eindeutige Verhältnisse zu schaffen: Zeig mir was du tust, für was du stehst, und ich sage dir, zu wem du gehörst.

Wer die Sünde in seinem Leben sucht oder duldet, der ist ein Kind des Teufels. Wer sie aber meidet und Gutes tut, der ist ein Kind Gottes. So einfach ist das!

Wenn das mal nur so einfach wäre. Müsste das nicht etwas differenzierter betrachtet werden? Gibt es wirklich nur schwarz oder weiß?

Ja, bei dem Thema „Kindschaft“ ist die Bibel eindeutig und klar. Hier geht es sozusagen ums „Eingemachte“ um das Zentrum, um Gottes Sehnsucht nach einer Beziehung zu uns, seinen Menschenkindern. Die Heiligkeit Gottes verträgt keine Grautöne.

Das ist der einzige Grund, warum Jesus Christus, Gottes Sohn auf die Welt gekommen ist, damit der Teufel und damit die Sünde ein für alle Mal besiegt ist und jeder, der es möchte, durch Neugeburt ein Kind Gottes werden kann.

Gottes Gene in mir bewirken, dass ich Sünde nicht mehr in meinem Leben dulde, und meine Schuld mich traurig macht. Dass ich Sehnsucht nach Gottes guten und vollkommenen Werken habe und sie mein Leben immer stärker bestimmen.

Jesus Christus hat die Werke des Teufels zerstört. Seine Geheimwaffe ist die Vergebung, die jede Sünde besiegt. Lassen Sie sich nie einreden, auch nicht von ihnen selbst, dass irgendeine Sünde nicht von Christus zerstört worden wäre.

Jesus Christus hat die Herrlichkeit beim Vater ausschließlich nur aus einem Grund verlassen. Er hat den Sieg errungen, ein Sieg der durch Glauben auch mein Sieg ist.

Seht, wir gehen hinauf nach Jerusalem, und es wird alles vollendet werden, was geschrieben ist durch die Propheten von dem Menschensohn. (Luk. 18,31)

Warum muss denn dieses Leiden sein?

Am liebsten wäre es uns, wir könnten ungeschoren durchs Leben kommen, Leid, Schmerz, Trauer und Tränen würden uns verschonen.

Was Jesus in seiner 3. Leidensankündigung den Jüngern eröffnet, geht in ihren Kopf nicht rein, es bleibt ihnen unverständlich. Jesus kündigt an, was kurz darauf passieren wird: Menschen werden ihre ganze Phantasie nur dazu einsetzen, ihn zu zerstören. Grausam, so eine Vision. Aber es wird nicht bei der Zerstörung bleiben, Gott ist nicht zu zerstören. Christus wird nach drei Tagen auferstehen. Er wird die Versöhnung für unsere Gottesferne vollenden. Auch diese gewaltige Vision geht nicht in den Kopf der Jünger.

Warum muss denn dieses Leiden sein?

Auch in unsern Köpfen ist eine Vorstellung von einem Gott, der doch nicht zulassen kann, dass wir Leid und Schmerz ertragen müssen. Und wenn es uns trifft, ist es schnell vorbei mit unserm Vertrauen. Er muss uns doch diese harten Proben ersparen! Oder?

Ratlos, zweifelnd und unsicher stehe ich vor meinem Elend, wenn es mich trifft. „Mein  Gott, mein Gott, warum hast Du mich verlassen?“ so bete ich automatisch. Solche Glaubensproben müssen die Jesus-Nachfolger von damals – und wir als Jesus-Nachfolger – durchstehen. Solche Glaubensproben müssen unsere Ratsuchenden durchstehen.

Warum muss denn dieses Leiden sein?

Die Auflösung des Unverständnisses für das göttliche Walten sieht Jesus in der vordergründigen Weltsicht seiner Freunde. Als Jesus mit ihnen nach Emmaus wandert, fordert er sie auf, eine neue Sicht zu erlangen: da wurden ihre Augen geöffnet, und sie erkannten ihn (Luk 24,31).

Manchmal werden uns – mitunter nach langen finstern Tälern – die Augen geöffnet: Und sie erkannten ihn. Können wir  im Tränental mit Philpp Spitta singen?

 „Was böse scheint, ist gut gemeint
er ist doch nimmermehr mein Feind
und gibt nur Liebesschläge.“ (EG 374, 4)

„Heute, wenn ihr seine Stimme hört, so verstockt eure Herzen nicht.“ (Hebräer 3,15)

Habt ihr schon mal den Satz gehört: „Sag mal, bist du eigentlich taub?“

Ein sehr beliebter Satz, der gerne zwischen sogenannten Erziehungsberechtigten und zu Erziehenden oder auch pubertierende Gegenüber genannt, ausgesprochen.

Da will einer einfach nicht das hören, was er nicht hören will und stellt sich taub, obwohl er durchaus gut hören könnte, wenn er nur wollte.

In der Bibel heißt dieses Phänomen: „Verstockung“ und wird von Gott gegenüber seinem Volk Israel gebraucht.

Angespielt wird hier auf ein Ereignis aus der Geschichte Israels aus ihrer Wüstenwanderung nach dem Auszug aus Ägypten.

Israel befand sich wieder einmal in einer schwierigen Lage. Ihnen waren die Wasservorräte ausgegangen. Also fingen sie an zu jammern, klagen und auf Mose und Gott zu schimpfen, der sie in eine solche Lage gebracht hatte. Nach dem Motto, es sind immer die anderen daran schuld, wenn es mir schlecht geht.

Hoffnungslosigkeit machte sich bei dem Volk breit, obwohl sie die Hilfe und Führung Gottes in ihrem Leben doch immer wieder erfahren hatten. Das aber wollten sie nicht wahrhaben. Sie standen vor dieser Situation nicht mit dem Vertrauen, dass es auch hier mit Gottes Hilfe weitergehen wird.  Stattdessen verzweifelten und resignierten sie.

Dieses mangelnde Vertrauen auf Gott und eine Zukunft, die er geben kann, wird hier zum Vorwurf an das Volk herangetragen, aber auch zur Mahnung an Menschen, die Jesus in ihrem Leben erfahren haben. Für sie gilt es, den Mut nicht zu verlieren sondern im Vertrauen auf IHN, sein Wort und seine Zusagen die Zukunft mutig anzupacken.

Ich erlebe diese Resignation oft auch in Beratungsgesprächen. „Das hat ja doch keinen Zweck, das wird ja doch nichts …“ sind dann die Äußerungen von Ratsuchenden. Statt mutig Veränderungen im Blick auf Gottes Zusagen anzupacken und die Möglichkeiten, die er schenkt in Anspruch zu nehmen, bleiben einige in der Anklage und Schuldzuweisung stecken und verweigern die Schritte, die dran wären. „Sag mal, bist du eigentlich taub?!“ möchte ich da auch manchmal zurufen, lasse es aber meistens bleiben. Ich versuche die Menschen aber zu ihren Veränderungen zu ermutigen, zu denen Gott sie befähigt.

Und das schon heute und nicht erst morgen oder übermorgen.

Ich wünsche allen Lesern Vertrauen in Gottes Zukunft mit euch, auch wenn die Lage noch so schwierig erscheint.

„Wir liegen vor dir mit unserm Gebet und vertrauen nicht auf unsere Gerechtigkeit, sondern auf deine große Barmherzigkeit.“ (Daniel 9,18b)

Der Vers aus der heutigen Wochenlosung entstammt aus ‚Daniel’s Bußgebet‘. Daniel schaut in diesem Abschnitt auf die letzten Jahrzehnte zurück und sieht wie es seinem Volk ergangen ist, verschleppt in ein fremdes Land, fern von ihrem Tempel, zerrüttet und ohne eine erkennbare Ordnung in ihrem Leben. Hatte das Volk Israel das wirklich alles verdient? Hatte Gott sein Volk verlassen und alles Unglück in ihrem Leben zugelassen?

Vielleicht fragen wir uns das auch manchmal, wenn unser Leben in Unordnung gerät, Perspektiven nicht erkennbar sind und uns ratlos machen. Wir haben alles versucht, um mit eigener Kraft aus einem Dilemma herauszukommen und sind immer wieder daran gescheitert. Was können wir noch weiteres tun, um Abhilfe zu schaffen. Genau das hat das Volk Israel sich auch häufig gefragt und hatte dabei eines vergessen. Dreimal erwähnt Daniel in diesem Psalm, dass sie Gottes Stimme nicht gehorchten. D.h. dass Gott zu ihnen und auch zu uns ständig spricht. Nicht er führt uns in scheinbar aussichtslose Situationen sondern wir uns selbst, wenn wir nicht auf seine Stimme hören oder manchmal auch nicht hören wollen. Das hat Konsequenzen für unser Leben, manchmal über viele Jahre bis wir zu der Einsicht kommen, dass wir oftmals versucht haben, unser Schicksal in die eigene Hand zu nehmen, anstatt auf Gottes Weisungen zu hören.

Daniel benennt seine Einsicht darin, dass sie gesündigt und Unrecht getan haben, sie waren gottlos und abtrünnig geworden. Sie sind von seinen Geboten und Rechten abgewichen (5-6). Die Konsequenzen davon haben sie dann über Jahre am eigenen Leibe erlebt, vertrieben und verlassen in der Ferne, ein Leben im ständigen Umbruch und ohne Aussicht auf Besserung.

Seine Einsicht mündet in einem Veränderungsprozess, der keinerlei psychischer Hilfestellungen bedarf. Veränderung braucht manchmal nur (m)eine Bereitschaft, mit meinem Gebet vor Gott zu liegen, nicht auf meine eigene Gerechtigkeit zu vertrauen, sondern auf seine große Barmherzigkeit.

Danke Herr, dass du es uns so leicht machst. Dein Angebot, im Gebet zu dir zu kommen gilt uns an jedem neuen Tag. Lasse du mich deine Stimme hören, unter all dem Lärm, der mein Leben umgibt und weise du mir deinen Weg. Amen.

„Über dir geht auf der Herr, und seine Herrlichkeit erscheint über dir.“ (Jesaja 60,2b)

Wie geht das? Dass die Herrlichkeit Gottes über uns erscheint? Das geht mit Gotteskraft.

Genauso wie den Sonnenaufgang können wir auch Gotteskraft nicht aufhalten – wir können sie auch nicht beschleunigen. Aber wir können sie bezeugen.

Wenn Jesus vom Vater und vom Himmel spricht, dann erscheint die Herrlichkeit Gottes über unserem Leben.

Wenn Jesus von der Liebe des Vaters erzählt, mit der der Vater dem heimkehrenden Sohn entgegeneilt, dann ahnen wir, welche Herrlichkeit und welche Kraft von Gott ausgehen.

Wenn der verzweifelte Petrus, nachdem er Jesus verleugnet hatte, von seinem Herrn eine neue Chance bekommt, dann erkennen wir, mit welcher Herrlichkeit Jesus sein Regiment führt.

Wenn es auch eine Lösung für dich in deinem Leben gibt, dann erscheint die Herrlichkeit Gottes über dir.

Und wir bezeugen die Herrlichkeit, indem wir Jesus unser Leben geben. Ganz und gar.

Herr! Ich gehöre dir und ich bezeuge, du bist herrlich. Amen.

 

Quelle:
Rüdiger Marmulla: Die Liebe geht tiefer als das Gesetz. Andachten für die Seelsorge.
2. Auflage 2018, Moers: Brendow-Verlag, ISBN 978-3-96140-060-7
Nachdruck mit freundlicher Genehmigung des Brendow-Verlags

„Und es werden kommen von Osten und von Westen, von Norden und von Süden, die zu Tisch sitzen werden im Reich Gottes.“ (Lukas 13,29)

Könnt Ihr Euch vorstellen, was diese Worte bedeuten?

Ich werde an ein Bild auf einem Buchzeichen erinnert, das ich vor vielen Jahren von der christlichen Organisation Wycliff e.v. (Bibelübersetzung, Sprachforschung, Bildung) erhalten habe. Das Buchzeichen habe ich schon lange nicht mehr, aber das innere Bild werde ich nicht vergessen.

Viele von Euch kennen das „Abendmahl“ des italienischen Künstlers Leonardo da Vinci. Es gehört zu den berühmtesten Wandgemälden der Welt.- In Anlehnung an dieses Kunstwerk war zu diesem Bibelvers eine besondere Abendmahlszene abgebildet. Zwölf Menschen sitzen mit Jesus am Tisch. An der farbenprächtigen Darstellung lässt sich leicht erkennen: Hier sitzen Menschen aus allen Erdteilen. Ihre Hautfarbe, ihre Haare, ihre Augenform, ihre Kleidung zeigen ihre Herkunft. – Es beeindruckt mich, wie der Inder neben dem Amerikaner sitzt und der Afrikaner neben dem Eskimo[1]. Alle sitzen in Eintracht beieinander und sind auf Jesus ausgerichtet. Er ist ihr Zentrum….

Gegenwärtig können uns kulturellen Unterschiede, die wir im Umgang mit Geschwistern aus andern Ländern erleben, ziemlich herausfordern. Ob es um das Thema Pünktlichkeit, Tischgepflogenheiten, Rollenverständnis oder anderes geht. Die Freude darüber, dass wir „Geschwister im Herrn“ sind, darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir in kultureller Hinsicht gleich denken. Besonders im seelsorgerlichen Gespräch müssen wir doch uns dieser Unterschiede bewusst sein und sie in den Prozess einbeziehen.

Was für eine tolle Vorstellung! Eines Tages wird dies alles keine Rolle mehr spielen. Dann werden Menschen aus der ganzen Welt zusammen kommen und ihre Plätze im Reich Gottes einnehmen (dazu auch Matthäus 26,29, Jesus sagt: Ich sage euch: Ich werde von nun an nicht mehr von diesem Gewächs des Weinstocks trinken bis an den Tag, an dem ich aufs Neue davon trinken werde mit euch in meines Vaters Reich.)

[1] Vielleicht war der Chinese neben dem Eskimo dargestellt und der Südländer neben dem Afrikaner? So genau weiß ich es nicht mehr. Aber darauf kommt es mir jetzt nicht an.

„Von seiner Fülle haben wir alle genommen Gnade um Gnade.“ (Johannes 1,16)

Immer wieder haben wir Gnade von ihm, von Jesus Christus, genommen. So drückt es eine andere Bibelübersetzung aus, immer wieder.

Ein Kontinuum so zusagen, ein nicht enden wollender Vorgang. Ein Topf voller Gnade, der nie leer wird. Bereitgestellt für jeden, der sich bedienen möchte.

Aber nur, weil etwas für mich bereitgestellt ist, heißt ja noch lange nicht, dass ich es auch nehme.

Der Gedanke, von der Gnade oder auch Gunst eines anderen abhängig zu sein, gefällt uns in der Regel nicht wirklich. Da gefällt uns Selbstbestimmtheit, Unabhängigkeit und Autonomie schon eher.

Gnade anzunehmen oder zu geben setzt ein Gefälle voraus, ein Gefälle von einem Höherrangigem und einem der darunter steht. Gnade beinhaltet, dass jemand ein Recht hat etwas durchzusetzen, es aber nicht tut. Abhängigkeit und Ausgeliefertsein auf der einen Seite, stehen einem Verzicht auf die Durchsetzung dieses Rechtes auf der anderen Seite entgegen.

Wer Gnade nimmt, und das immer wieder, der akzeptiert die eigene Bedürftigkeit, auch seine eigene Unfähigkeit und stellt sich unter eine Herrschaft. Der gesteht ein, abhängig von Gnade zu sein.

Gottes Gnade ist seine verzeihende Güte. Das Gefälle Mensch (Geschöpf) zu Gott (Schöpfer) ist zu groß. Unüberbrückbar für uns Menschen. Und da kommt die Gnade ins Spiel, die Gnade, die sichtbar wird in Jesus Christus und die die Kluft überbrückt. Vergebende Gnade ist die Brücke, die Gott uns baut, damit ein Leben mit ihm möglich ist. Gottes purer Liebesbeweis.

Und wenn einzelne Steine durch Schuld aus der Brücke heraus zu bröckeln drohen und dadurch die Statik der Brücke bedroht ist, dann gibt es nur einen Weg der zur Stabilisierung führt:

Aus seiner Fülle Gnade nehmen, wieder, wieder und immer wieder!

„Welche der Geist Gottes treibt, die sind Gottes Kinder.“ (Römer 8,14)

In Deutschland gibt es eine Lebensmittel-Kennzeichnungsverordnung. Warum? Weil es so leicht ist, Verbraucher zu täuschen. Ist auch wirklich drin, was drauf steht? In der Bibel gibt es Kennzeichen für Gottes Kinder. Warum? Weil der Bibelleser darüber aufgeklärt werden soll, was ein Gottes Kind ausmacht. Ist auch wirklich drin, was drauf steht?

Bin ich ein Gottes-Kind? Ja, wenn ich den Geist Gottes in mir habe.  Und nein, wenn ich den Geist Gottes nicht in mir habe. Das sind klare Kennzeichen, „wer Christi Geist nicht hat, der ist nicht sein“ (Römer 8, 9b).

Wer aber würde sich nicht danach sehnen, ein Gottes-Kind zu sein? Es hat doch keinen Wert, sich ewig mit dem boshaften und sich gegen Gott auflehnenden Herzen zu plagen; das menschliche Herz ist nicht fähig, Gott zu gefallen. Dafür ist doch Christus ein für allemal gestorben. Damit bietet er uns die Chance- ohne eigene Rechtschaffenheit- vor Gott vollkommen zu sein. Das nennt die Bibel ein herzlich geliebtes Gottes-Kind.

„Ist bei euch endlich der Groschen gefallen?“, so ähnlich fragt Paulus seine Adressaten.

Ist bei uns endlich der Groschen gefallen? Wir sind Gottes Kinder, wenn uns der Geist Gottes (das Sühneopfer Jesu) lieber ist als unsere eigene Rechtschaffenheit. Wir sind Gottes Kinder, wenn uns der Geist Gottes treibt, wir sind Gottes Kinder, wenn wir dem Geist Gottes Raum geben. Und dann werden wir täglich sterben, was so viel heißt, wie, den Begierden des „Fleisches“ (allem selbstverliebten Streben) nicht nachgeben. Aber das stößt uns dann nicht sauer auf, sondern wir wachsen hinein in eine tiefe Verbundenheit mit unserm Herrn und Heiland: ein liebevolles Verhältnis zu unserm Abba (Römer 8,15).

„Wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit“ (Joh. 1,14b)  (Johannes 1,14)

Dem Wort folgt die Tat. Jesus wird Mensch!

– Menschenworte werden oftmals nicht gehalten. Oft versprechen wir mehr, als wir halten können. Ganz anders ist das bei unserem Vater im Himmel. Solange hat er schon den Retter im Alten Testament ange­sagt und versprochen.

Jetzt ist es soweit. Das Wort wird Fleisch. Jesus wohnt unter den Menschen. Sie kennen ihn als Freund, als Bruder, als Meister. Für seine Freunde hat er ein Gesicht, seine Stimme ist ihnen vertraut. Sie erken­nen ihn an seinen Bewegungen, an seiner Mimik. Sie kennen ihn an sei­ner Art, zu denken und zu sprechen. Ja, vielleicht erkennen sie ihn so­gar an seinem Geruch.

In Jesus bekommt der Trost Gottes eine Schulter, an die wir uns an­lehnen dürfen. In Jesus reicht uns Gott die Hand, die wir ergreifen kön­nen. In Jesus erfahren wir die Herrlichkeit des Vaters. Jesus ist voller Gna­de und Wahrheit.

Worte von Menschen helfen oft nicht. Aber das Wort Gottes ist ein starker Helfer.

Jetzt magst du fragen: Wo ist dieses Wort Gottes heute? Wo ist heu­te die Schulter Gottes, an die ich mich anlehnen kann? Wo ist das Ge­sicht Jesu heute, so dass ich in die Augen unseres Herrn schauen kann? – Nun, Jesus ist in den Himmel zurückgekehrt. Aber er hat uns nicht ver­waist zurückgelassen. Der heilige Geist erfüllt nun all die Aufgaben, die Jesus zu seiner Zeit auf der Erde so treu erfüllt hat. Nun tröstet der hei­li­ge Geist, nun erfüllt uns der heilige Geist. Die Verbindung zum Vater ist jetzt durch ihn hergestellt.

Wollen wir so leben, dass wir den heiligen Geist nicht betrüben!

Dein Wort, Vater, hilft – es ist Christus, unser Herr. Amen.

 

Quelle:
Rüdiger Marmulla: Die Liebe geht tiefer als das Gesetz. Andachten für die Seelsorge.
2. Auflage 2018, Moers: Brendow-Verlag, ISBN 978-3-96140-060-7
Nachdruck mit freundlicher Genehmigung des Brendow-Verlags