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Impulse zu den Wochenlosungen 2019

Wochenspruch 14. Juli 2019 von Rolande Galizzi

„Einer trage des andern Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen.“
(Galater 6,2)

Werden wie die Lastenträger - Stellen wir uns das Bild eines Sherpas als Lastenträger, als Hilfskraft während einer Expedition ins Hochgebirge vor.

Ein Lastenträger, eine stark beladene Person, die fremde Lasten auf den Schultern trägt.

Welche Erleichterung spüren die Bergsteiger wenn sie diese Träger treffen, deren hervorragende Leistungen, nicht nur die körperliche Stärke aber auch ihre Gemütsart, Verhalten und Mut beweisen. Sie sind verlässlich, geben Sicherheit in Angst Situationen, kennen die Gefahren, sprechen Mut zu, tun alles um die Träume anderen zu verwirklichen.

Wie sollen wir das Tragen in einem übertragenen Sinn für uns verstehen? Wie tapfer schlägt unser Herz für andere, die gerade jetzt in ihren Lebenssituationen nicht so stark sind? Wie viel schenken wir ihnen von unserer Zeit? In welchem Maß wird dabei unser Mut, Verhalten und Gemütsart herausgefordert?

Es ist kein einfacher Lebensweg wenn wir anderen, die in Verzweiflung und Enge getrieben sind zu tragen, ihnen Hoffnung zu geben, ihnen helfen einen Sinn in ihrem Leben zu finden, Wunder in ihrem Alltag zu erfahren und ein neues Leben in ihnen hervorzulocken.

Wir könnten diesen Vers auch so verstehen, dass Paulus uns dazu auffordert, den anderen in seiner Andersartigkeit wahrzunehmen, zu verstehen, seine Perspektive und Ansicht einzunehmen, seinen Nächsten wie sich selbst zu lieben. Das ganze Gesetz Christi wie Johannes 13,34 betont: „Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr euch untereinander liebt, wie ich euch geliebt habe, damit auch ihr einander lieb habt“, kann das Leben wecken und Gespräche fließen lassen.

Werden wie der Herr Jesus!

Jesus war der „Mensch für andere“! Dies ist ein Gedanke von Dietrich Bonhoeffer.

Seine Gegenwart gibt Sicherheit. Sein Herz zu berühren bringt die sensiblen Seiten unser Seele zum Klingeln. Sein freundlicher Blick, sein freundlicher Gruß, sein freundliches Wort können uns motivieren, dem Anderen so zu begegnen als wenn wir im Nächsten Christus selbst begegnen würden.

Es reicht manchmal einfach nur zu lieben.

Wochenspruch 07. Juli 2019 von Sigrid Kormannshaus

Der Menschensohn ist gekommen, zu suchen und selig zu machen, was verloren ist. (Lukas 19,10)

Da ist einer, der will Jesus sehen; ihn nur mal sehen. Warum? – Vielleicht weiß er es selbst nicht. Was erwartet er? Erwartet er etwas – er ist neugierig - er, der Zöllner, der sich mit Geld abgibt und den Zoll für die Besatzer eintreibt? Und er ist alleine, er hat gehört, dass Jesus anders ist als Andere. Das macht Hoffnung, darum will er ihn sehen.

Die vielen Menschen in den Straßen versperren ihm den Weg. Der Mann gibt nicht auf. Er sucht sich einen Ort, an dem er einen Überblick bekommt, einen Ort, der ihn zugleich vor den Blicken der Menschen schützt – einen Baum.

Weiß Jesus von diesem Mann? Haben die Leute über ihn gesprochen? Jesus jedenfalls sieht ihn. Unter der Menschenmenge, die in Jericho zusammengelaufen ist, um Jesus zu sehen, erkennt dieser in Zachäus einen Mann, der ihn wirklich sucht und braucht. Und er will bei ihm zuhause sein. Bei ihm! Bei einem, der viele Leute übers Ohr gehauen hat. Und das heute noch!

Diese Tatsache stellt sein bisheriges Leben auf den Kopf. Plötzlich erkennt er, was wirklich wichtig und richtig ist. Zachäus ist so außer sich vor Freude, dass er anfängt zu teilen. Wo er zu Unrecht etwas erworben hat, will er es von sich aus vierfach zurückgeben (nach damaligem, römischem Recht bei überführtem Diebstahl üblich und nach jüdischem Recht bei Viehdiebstahl). „Heute“ ist in ihm etwas heil geworden. In der Begegnung mit Jesus hat er erfahren, was ihn wirklich reich macht.

Wer in die Nähe von Jesus kommt, der wird sauber, der wird rein, der strahlt wieder, er bekommt den ursprünglichen Glanz zurück.

Und so kann ihn Jesus wieder gebrauchen, er wird Sein Schmuckstück. Wir sollen und dürfen Schmuckstücke von Jesus sein! Und ER will uns gebrauchen zu seiner Ehre und zur Hilfe für die Menschen um uns herum! Und das alles heißt: selig sein, eigentlich gerettet sein, gesund sein, wieder vollständig sein, heil sein.

Und die Leute? Sie reden natürlich. Das ist das Tagesgespräch! Sie sind empört darüber, dass Jesus sich mit so einem abgibt. Bei ihnen hätte er keine Chance des Neuanfangs bekommen – auch „Heute“ nicht. Und bei uns?

Wochenspruch 30. Juni 2019 von Dorothee Hoffmann

Christus spricht: „Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken. (Mt. 11,28 Übersetzung nach Martin Luther)

„Ihr alle, denen man Lasten und Bürden aufgeladen hat, kommt zu mir, ich will euch auf- atmen lassen. Lasst euch zum Dienst verpflichten durch mich, nehmt euch ein Beispiel an mir: Ich verzichte auf Gewalt und habe ein demütiges Herz. Dann werdet ihr Ruhe finden. für euch selbst. Denn mein Dienst ist erträglich, und meine Last ist leicht“. (Übersetzung nach Berger/Nord.1999)

Die Lasten, die Jesus damals meinte, waren nach theologischer Erkenntnis die verordneten Lasten der Pharisäer. Welche Lasten und Bürden werden aber heute Menschen aufgeladen?

Von den existenziellen Lasten einmal abgesehen, sind es oft ganz andere Bürden, die Menschen quälen: „Kann ich so sein, wie die anderen? Nehmen mich meine Klassenkameraden an, meine Kollegen, gehöre ich dazu?“ Dazu kommen die Imperative von innen und von außen: „Du solltest so und so sein. Das oder jenes ist falsch an dir“. Und aus der Gemeinde tönt es womöglich: Aber als Christ solltest Du ....

Was sagt Jesus dazu? „Komm her zu mir, bei mir darfst du aufatmen. Komm in meinen Dienst, sieh, wie ich es mache: „Ich verzichte auf Gewalt und habe keine Machtansprüche. Ich passe mich nicht allen Meinungen an und muss mich nicht als etwas Besonderes darstellen und mich über andere erheben. Wenn du mich imitierst, wirst du innerlich zur Ruhe finden. Du wirst meinen Maßstab kennenlernen und brauchst nicht mehr den der Mitmenschen zu übernehmen“.

Um den so geplagten Menschen zu helfen, benutzt Jesus seine Mitarbeiter, auch uns in der BTS. Wie kann das aussehen? Manchmal sagt Jesus zu mir: Kümmere dich um diesen Menschen, er ist mir wichtig. Und das Wunderbare daran ist, dass er mich schon vorbereitet hat, dass ich diese Aufgabe übernehmen kann, z. B. durch eine BTS Ausbildung. Hier habe ich mich selber besser kennen gelernt und damit auch andere, habe Handwerkszeug bekommen, um anderen dienen zu können.

Und so beglückt Jesus zwei Personen: Den mir anvertrauten Menschen, indem er Trost, Ermutigung und eine neue Sicht auf sein Leben erfährt. Und so lernt er, neue Wege zu gehen. Und in dem allem wird sein Glaube an den Erlöser Jesus Christus gefestigt. Und mir schenkt Jesus Freude, weil ich durch die Führung des Hl. Geistes und das Einsetzen der gelernten Instrumente die Entwicklung eines geknickten Menschen hin zu einem fröhlicheren und reiferen Menschen erleben darf.

Wochenspruch 23. Juni 2019 von Elke Grapentin

Christus spricht zu seinen Jüngern: Wer euch hört, der hört mich; und wer euch verachtet, der verachtet mich. ( Lukas 10,16)

Einfach einmal einen Tag lang eine Aufnahme mitlaufen lassen. Wer ist da zu hören? An einem guten Tag mag das ja noch gehen, aber an einem schlechten Tag…..?!

Jesus sagt diesen steilen Satz: „Wer euch hört, der hört mich; und wer euch verachtet, der verachtet mich.“, als er sein Jünger aussendet und beauftragt, zu den Menschen zu gehen, um ihnen das Reich Gottes nahe zu bringen.

Da ist zunächst einmal Jesus, Jesus Christus, der Sohn Gottes. Er geht das Wagnis ein, sich durch seine Jünger eins zu eins vertreten zu lassen. Er gibt ihnen zwar ein paar Hinweise mit, wie sie sich verhalten sollen, aber das war es dann auch schon. Kein vorheriges Abfragen und nachträgliches Kontrollieren. Jesus vertraut seinen Jüngern.

Und dann sind da die Jünger – Personen, die Jesus beauftragt, in seinem Namen aufzutreten. Will ich überhaupt ein Jünger sein? Verstehe ich mich als jemand, den Jesus aussendet? Nicht nur in einer Evangelisationsveranstaltung, sondern immer, tagtäglich, überall.

Das ist eine Frage danach, wie ich mich selbst verstehe, es ist eine Frage nach der Identität: „Wer bin ich?“

Mich beeindruckt das Vertrauen, dass Jesus in mich als seinen Jünger setzt, und das, obwohl er mich kennt und hört. Sein Vertrauen beflügelt mich.

Ich persönlich würde mich nur von ausgewählten Personen vertreten lassen. Es macht mich sehr stolz, in den Augen von Jesus, solch eine auserwählte Person sein zu dürfen. Jesus sieht jemanden in mir, zu dem ich noch auf dem Weg bin. Und er vertraut mir, als wäre ich schon am Ziel.

Dieses Vertrauen motiviert mich, weiterwachsen zu wollen in das Bild, das Jesus von mir hat und das ich nur in Abhängigkeit von ihm, durch seine Liebe und Vergebung erreichen kann.

Wenn Jesus dieses Vertrauen zu mir aufbringt, habe ich nicht das Recht, ihm zu unterstellen, dass er sich in mir getäuscht hat, sondern mit seiner Größe rechnen.

Wochenspruch 16. Juni 2019 von Ben Vaske

„Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen“. (2.Korinther 13,13)

Schuld und Vergebung, Glaube und Verzagen, Recht und Unrecht waren die großen Antipoden in der Korinther Gemeinde, die dem Apostel Paulus die ganze Bedürftigkeit der Gemeinde Jesu zeigte. Auch wir stehen immer wieder in diesem Spannungsverhältnis und merken, dass wir uns aus eigener Kraft nicht aus diesen diametral entgegenwirkenden Kräften befreien können. So gesehen hat sich die Bedürftigkeit der Gemeinde Jesu bis heute nicht verändert, vielleicht ist sie sogar noch größer geworden, auf der Suche nach Selbstverwirklichung, Individualität und zunehmender Versachlichung der Spiritualität.

Eines hat sich aber über Generationen hinweg nicht verändert, egal vor welchen ungelösten Konflikten wir gerade stehen oder wir von scheinbar unüberwindbaren Beziehungskrisen eingefangen werden: die Allgegenwart Gottes ist dieselbe geblieben und sie wird uns mit der heutigen Wochenlosung so präsent gemacht, dass ihr ganzes Ausmaß in einem einzigen Satz kulminiert. Sie breitet sich aus wie ein Flügel über uns, schützt uns wie ein Schild vor Gefahren und trägt uns wie eine Hand, die uns nicht fallen lässt.

„Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus“,
eine unverdiente Zuwendung in jeglicher Not,

„die Liebe Gottes“,
die mich bedingungslos annimmt, so wie ich bin und

„die Gemeinschaft des Heiligen Geistes“,
die mich nie alleine lässt,

erheben sich wie ein Schirm über unser ganzes Dasein und geben uns eine Zuversicht, die über alle Not hinausträgt.

Was der Paulus hier als Gruß und Schlusswort eines Kapitels an die Korinther schreibt, ist Seelsorge an der ganzen Seele. Er hat der Gemeinde Mut gemacht, ihre Lebensweisen zu prüfen und ihre Wirkungen zu betrachten. Er weiß aber auch um ihre Schwäche und Ohnmacht, die uns an unsere eigene Fehlbarkeit erinnert.

Es gibt Momente im Leben, die muss ich nicht verstehen können. Ebenso wenig muss ich immer einen Rat auf scheinbar unlösbare Probleme für mich oder für andere Menschen haben. Was mir aber keiner nehmen kann ist die Zuversicht, die aus der heutigen Wochenlosung hervorgeht. Gnade, Liebe und Gemeinschaft umgeben mich täglich. Sie gehen uns voraus, den Weg weisend; sie gehen uns nach, wenn wir vom Weg abgekommen sind und sie geben uns eine Geborgenheit, die über alles menschliche Verlangen hinaus unsere tiefsten Sehnsüchte stillt.

Ich wünsche Ihnen diese Erkenntnis für Ihr eigenes Leben und für Ihre Arbeit mit bedürftigen Menschen, dass Gnade, Liebe und Gemeinschaft zu nachhaltigen Veränderungen in unserem Denken und Verhalten führen können. Machen Sie es doch auch einmal zu Ihrem ganz persönlichen Schlusswort am Ende eines Tages oder am Ende einer Beratung.

Wochenspruch 09. Juni 2019 von Rolande Galizzi

„Es soll nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch meinen Geist geschehen, spricht der Herr Zebaoth“. (Sacharja 4,6b)

Einen Anfang wagen, eine Bauruine aushalten, ein Wunder erleben. Die Rückkehrer, die 70 Jahre in der babylonischen Gefangenschaft lebten, gingen voller Elan und Vitalität an den Wiederaufbau Jerusalems und begannen, den Tempel neu zu errichten.

Eine solche Aufgabe erforderte außergewöhnliche Kraftanstrengungen von allen Beteiligten. Es waren besondere Zeiten, die sie in Gottes Gegenwart erleben konnten. Zeiten, die ihnen ein angenehmes Leben ermöglichten. Zeiten, die ihnen einen Sinn für das Ziel vor Augen hielten.

Gegner dieses Projektes waren aber noch im Land und hatten den Wiederaufbau mit Erfolg verhindert. Unruhe, Zweifel, Resignation nisteten sich bei den Heimkehrern ein und der Anfang zum Untergang begann. Sie gaben auf. Diese Rückkehrer brauchten wieder Mut, um ihr Selbstbewusstsein aufzubauen, um das was unmöglich schien doch noch möglich zu machen.

In der Situation wo Frustration, Schwierigkeiten, Verlassenheitsgefühle und Enttäuschung wie ein Berg gewachsen waren, schickte GOTT dem Propheten einen Engel und zeigte ihm im Traum eine frohe Botschaft.

Kennen wir solche Situationen im Leben, wo wir gezielt Änderungen wollen, voll Vertrauen und Energie werden Schritte zu Veränderungen gemacht und trotz Anstrengungen werden die besten Absichten, die gut durchdachten Pläne dann doch nicht ausgeführt ?

Manchmal gilt es die erlebten schmerzlichen und aussichtslosen Erfahrungen auszuhalten. Es bedarf dann eines neuen Anstoßes von außen, damit wir GOTTES Wirken erkennen können wenn unsere menschlichen Fähigkeiten begrenzt erscheinen. Einen Anfang wagen und neue Wege riskieren, die dem Leben einen Sinn geben, Zuversicht dass Gott lenkt und leitet. Er kommt nie zu spät. Vielleicht merken wir auch, wenn nicht sofort, dass GOTT einen Engel auf dem Weg sendet, um uns wieder froh zu machen, unser Rückgrat zu stärken und uns zu ermuntern.

Ein Zeichen ist nötig damit Klarheit durchbrechen kann. Der Geist JHWH Zebaoth, Herr der Heere, Herr aller Mächte und Gewalten bewirkt Änderung, bringt Hoffnung, lehrt auf Neues zu schauen, weckt Sehnsucht nach Wunder.

Wochenspruch 02. Juni 2019 von Rüdiger Marmulla

Christus spricht: Wenn ich erhöht werde von der Erde, so will ich alle zu mir ziehen. (Johannes 12,32)

Soeben sprach Jesus noch von sich als dem Weizenkorn, das in die Erde fällt und erstirbt. Durch sein Sterben bringe das Weizenkorn aber viel Frucht. Jesus meinte das alles nicht im Sinn einer Metapher. Er meinte das auch nicht irgendwie religiös-romantisch. Er sprach tatsächlich von seinem Tod. Die Frucht, die Jesu Tod bringt, sind Vergebung unserer Schuld und ein freier Weg zum Vater im Himmel. Jesus hat mit diesem Programm, das er schon in Johannes 12 skizzierte, Ernst gemacht.

Und nun dürfen wir ihn beim Wort nehmen. Im Moment befinden wir uns im Kirchenjahr zwischen Christi Himmelfahrt und dem Kommen des Heiligen Geistes. Ja, Jesus wurde erhöht von der Erde. Doch er bleibt nicht allein. Er zieht uns zu sich. Der Heilige Geist bezeugt dabei unserem Geist, dass wir Kinder Gottes sind und Anteil haben an dem neuen Leben in Christus.

Das ist eine wundervolle Lebensperspektive. Die Einsamkeit, die in unserer Gesellschaft mehr und mehr um sich greift, wird überwunden. In Christus. Er ist der Schlüssel zum Überwinden. Und damit es nicht geheim bleibt, wollen wir es gerne weitersagen: der Herr zieht uns zu sich. Wie sind nicht verwaist. Wir sind geborgen in Jesus.

Quelle:
Rüdiger Marmulla: Die Liebe geht tiefer als das Gesetz. Andachten für die Seelsorge.
2. Auflage 2018, Moers: Brendow-Verlag, ISBN 978-3-96140-060-7
Nachdruck mit freundlicher Genehmigung des Brendow-Verlags

Wochenspruch 26. Mai 2019 von Elke Grapentin

Gelobt sei Gott, der mein Gebet nicht verwirft noch seine Güte von mir wendet. (Psalm 66, 20)

Dieser Vers ist einem Psalm entnommen, der im ersten Vers überschrieben ist mit „Jauchzt Gott alle Welt.“ Es werden großartige Erlebnisse mit Gott beschrieben, Wunder Gottes die einfach nur Begeisterung hervorrufen können, bei denen, die sie miterlebt haben.

Der Psalmbeter legt in Vers 16 seine Motivation offen. Er will davon erzählen, was Gott seiner Seele (nefish) Gutes getan hat. Und er macht Mut zum Gebet.

Das Gebet ist der Schlüssel für Gotteserfahrungen, weil Gott ein hörender Gott ist. Natürlich braucht Gott unser Gebet nicht, aber er möchte derjenige sein, dem wir uns zuwenden - unsere „erste Adresse“ sozusagen.

Aus eigenem Erleben weiß ich, dass das Lob Gottes von Geschwistern auch demotivierend wirken kann. Immer dann, wenn mir eigene Gebetserfahrungen fehlen, oder ich nichts in meinem Leben erfahre, was zu bejubeln wäre. Situationen, in denen ich mich vielleicht sogar von Gott im Stich gelassen fühle. Da kann Lob auch wie Hohn klingen und dazu führen, den eigenen Glauben in Frage zu stellen: „Glaube ich überhaupt richtig? Warum erlebe ich das eigentlich nicht?“

Gott verwirft mein Gebet nicht, und er zieht seine Güte nicht von mir ab! Diese steile Aussage ist eine Wahrheit Gottes, die nicht nur in die Aufzählung von positiven Erlebnissen gehört. Im Gegenteil, sie sollte viel öfter in krisenreiches Erleben eingebunden sein. Da gehört sie hin. Da entfaltet sie ihre eigentliche Kraft. Von Gott gehört zu werden und in seiner Güte geborgen zu sein braucht nicht zwingend positive, begeisternde Erfahrungen, sondern gilt genauso in Leid und Schmerz.

Von dem dänischen, Theologe und Schriftsteller Søren Kierkegaard stammt dieses Zitat: „Das Gebet ändert nicht Gott, aber es verändert den Betenden.“

Wochenspruch 19. Mai 2019 von Dorothee Hoffmann

„Singet dem Herrn ein neues Lied, denn er tut Wunder.“ (Psalm 98,1)

Cantate heißt „singt“. Das ist ein schöner Name für einen Sonntag zwischen Ostern und Pfingsten. Wir erinnern uns daran, wie verzagt die Jünger kurz nach Ostern waren und wie sie durch Jesu Auferstehung froh wurden und gespannt auf das warteten, was nach Jesu Himmelfahrt auf sie zukommen würde. Sie trafen sich zum Beten und zum Gott Loben und ganz bestimmt auch zum Singen.

Singt zu Ehren unseres großen Herrn! Das ist ein Aufruf an uns. Es ist ein Geschenk Gottes, dass Menschen in der Lage sind, viele unterschiedliche Töne hervorzubringen, mit anderen sogar mehrstimmig singen zu können. Wir können Gott mit unserem Gesang ehren, ja wir sind ganzheitlich mit Soma, Pneuma und Psyche beteiligt. Unser Geist und unsere Gefühle werden belebt. Und das erst recht, wenn z. B. Gott wunderbar in unser Leben eingegriffen hat oder wenn sich schwierige Beziehungen ins Gute verkehrt haben, wenn wir die neue, ersehnte Stelle bekommen haben, usw. Dann sind wir erfüllt von Glückseligkeit. Und ganz besonders beglückend ist, wenn wir dabei sein dürfen, dass ein Mensch sein ganzes Leben für Zeit und Ewigkeit Gott anvertraut.

Wie ist es aber, wenn Schweres bei uns einkehrt? Haben wir da noch Lust zu singen? Sagen wir da nicht eher:“ Mir ist heute nicht danach zu Mut!“ In der Apostelgeschichte (Apg. 16, 25-34) gibt es eine Situation, in der schwer gefolterte Menschen mitten in der Nacht anfingen, zu Gott zu beten und ihn zu ehren mit Lobliedern. Und alle Gefangenen hörten zu. Plötzlich kam ein Erdbeben, das Gefängnis erbebte, die Fesseln sprangen von selbst ab, die Türen öffneten sich und alle waren frei. Leichenblaß erschien der Gefängnisaufseher und wollte sich schon das Leben nehmen, weil er Angst hatte, dass die Gefangenen sich davon gemacht hätten. Als er sah, dass alle noch da waren, wurde er offen für die Botschaft des Paulus und ließ sich mit seiner ganzen Familie noch in der Nacht taufen.

Solche Wunder werden wir vielleicht nicht erleben, aber wir erleben auch etwas: Wenn wir Gott loben in Liedern, bleibt für uns immer etwas übrig. Wir werden ermutigt, wir schauen weg von den Problemen hin zu unserem Himmlischen Vater, zu Jesus, unserem Erlöser und lernen auf die leise Stimme des Hl. Geistes zu achten. Über Jahrhunderte hinweg bis heute haben geistliche Menschen Lieder gedichtet und vertont. Wir dürfen aus diesem Schatz schöpfen.

Vielleicht sagt der/die eine oder andere: „Ich kann gar nicht singen!“ Singen lernt man, indem man es tut. Gott hört auch, wenn wir nur 3 Töne herausbringen. Ich bin überzeugt, dass sie im Himmel anders ankommen als in unseren Ohren, wenn sie seinem Lob und seiner Ehre zugedacht sind.

Im Judentum hat die Wiederholung von biblischen Texten einen großen Stellenwert. Ich möchte Lust darauf machen, Lieder, die wir einmal als hilfreich empfanden, auswendig zu lernen, um sie parat zu haben in schwierigen Lebenslagen. Die BTS hat ein sehr schönes Liederbuch mit Texten, die mir und vermutlich auch vielen anderen schon oft geholfen haben, über schwere Situationen hinwegzukommen. Es heißt Heritage- Das goldene Liederbuch. (> https://www.bts-ips.de/shop/heritage/)

Frau Hilde L. Dieterich hat die Lieder gesammelt und herausgegeben. Manchmal gibt es bei mir in der Beratung eine Hausaufgabe, die heißt, bestimmte Liedstrophen auswendig zu lernen. So können Ressourcen erworben werden, um den Unbilden des Lebens Widerstand zu leisten.

Das angegebene Lied für diese Woche heißt übrigens:

Du meine Seele singe, wohlauf und singe schön.
Dem, welchem alle Dinge zu Dienst und Willen stehn.
Ich will den Herren droben hier preisen auf der Erd;
Ich will ihn herzlich loben, solang ich leben werd.

Es hat 8 Strophen und wurde von Paul Gerhardt gedichtet.

(Ev. Gesangbuch, S.302)

Wochenspruch 12. Mai 2019 von Ben Vaske

„Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.“ (2.Kor. 5,17)

„Ist jemand….., so ist er…“ Stimmt das aber auch in meinem Leben? Kommt das Alte nicht manchmal wieder hoch und lässt mich immer noch als die alte Kreatur erscheinen? Der Paulus stellt hier nicht eine Frage sondern macht ganz einfach eine Feststellung, …. “so ist er eine neue Kreatur.“

Wer einmal diese große Kehrtwende in seinem Leben gemacht hat, wer „das Alte“ vor das Kreuz gebracht hat, findet sich oftmals gefangen in den Erinnerungen seines alten Lebens. Bin ich dann in dem Augenblick auch noch eine neue Kreatur? Wenn wir uns den Text genauer betrachten, dann sehen wir sehr schnell, wovon Paulus eigentlich spricht. Im 4. Kapitel hat er eine ganze Aufzählung von Eigenschaften gemacht, die er als „Schatz in irdenen Gefäßen“ bezeichnet. Es lebt eine „überschwängliche Kraft von Gott“ in uns, die uns in Bedrängnis vor Angst bewahrt, uns nicht verzagen und verlassen sein und uns selbst bei Unterdrückung nicht umkommen lässt. Das ist eine ganz neue Qualität, die Gott in uns hineingelegt und die uns zu einer neuen Kreatur gemacht hat. Es sind jetzt nicht mehr die Erinnerungen, nicht die Versuchungen am Wegesrand, die mein Leben bestimmen. Es ist die überschwängliche Kraft von Gott IN MIR, die mein Leben bestimmt.

So gesehen ist unsere ‚Erneuerung durch Christus‘ als eine ganz neue Qualität in unserem Leben zu verstehen, die uns wissen lässt, das Alte ist tatsächlich vergangen. Ich muss das manchmal nur glauben (lernen).

Es ist nicht eine Persönlichkeitsveränderung, die hier stattgefunden hat, wenn auch eine Erneuerung durch Christus Einfluss auf mein Denken und Verhalten nehmen kann. Erneuerung durch Christus ist deshalb auch nicht einfach als eine psychische Veränderung zu verstehen sondern als eine spirituelle Transformation, durch Gott gewirkt und durch seinen Heiligen Geist befähigt, die mich zu einer neuen Kreatur gemacht hat. Ich stelle mir das wie eine Zapfsäule vor, das steht ein Energietank vor mir und ich zapfe ihn viel zu selten an. Ich versuche die Erinnerungen und Versuchungen in meinem Leben immer noch nach meiner alten Methode zu bewältigen, anstatt dem „Schatz in meinem irdenen Gefäß“ mehr Raum zu geben. Gott macht uns ein Angebot, diesen Schatz viel öfter anzuzapfen. Die Fähigkeit dazu hat er bereits bei all denen hineingelegt, die in Christus sind – bedient euch.

Deshalb können wir mit Paulus voller Zuversicht sagen: „das Alte ist vergangen“, es gehört nicht mehr zu mir, es bestimmt nicht mein Leben, ich stehe jetzt darüber und sage mir in Zeiten der Bedrängnis immer wieder; „Neues ist geworden“. Das bin ich, in all seiner Gnade, eine überschwängliche Kraft in mir, die nicht von mir kommt und mich im Hier und Heute leben lässt.

Ich wünsche Ihnen diese Zuversicht jeden Tag neu und erinnere dabei an den Psalm 103:

„Lobe den HERRN, meine Seele, und was in mir ist, seinen heiligen Namen! Lobe den HERRN, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat (V.1-2)

Wochenspruch 05. Mai 2019 von Rüdiger Marmulla

Christus spricht: Ich bin der gute Hirte. Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir; und ich gebe ihnen das ewige Leben. (Johannes 10,11.27-28)

Jesus ist das Leben. Und er behält das Leben nicht für sich, nein, er teilt es mit uns. Das bedeutet, Jesus gibt sich selbst.

Jesus sucht das Verlorene und führt es als guter Hirte zu sich, zum Le­ben, zurück. Wir alle waren verloren, und wir drohten auch immer wie­der neu verloren zu gehen, wenn Jesus nicht ständig auf uns acht­haben würde. Niemand kann uns aus seiner Hand reißen. Jesus achtet auf sei­nen Besitz – sein Eigentum.

Natürlich wird der Teufel versuchen, dich aus Jesu Hand zu stehlen. Das tut er, indem er deine Trennung von Gott groß und das Kreuz klein machen will. Aber Jesus ist stärker. Das gibt uns Sicherheit.

Natürlich gibt es auch Umstände, die uns niederdrücken wollen, die un­sere Existenz bedrohen wollen, Dinge, die uns unseren gesundheitlichen oder finanziellen Untergang vor Augen stellen wollen – aber keines sei­ner Schafe, keines seiner Kinder wird durch diese Umstände um­kom­men.

Natürlich kann uns auch unser eigenes Versagen treffen. Natürlich kön­nen wir – wie Petrus es später tun wird – enttäuscht über uns selbst zu unseren Fischernetzen zurück­kehren. Aber dein Versagen kann gar nicht groß genug sein, als dass Jesus dir nicht mehr vertrauen könnte. In Jesus haben wir einen wundervollen Seelsorger, der uns zu­rück­führt in seine Herde, der das Verlorene sucht und heimholt. Er macht ganz sicher auch an dir das Wort wahr: „Niemand soll sie aus meiner Hand reißen.“

Danke, Herr, für deine starke Hand. Amen.

 

Quelle:
Rüdiger Marmulla: Die Liebe geht tiefer als das Gesetz. Andachten für die Seelsorge.
2. Auflage 2018, Moers: Brendow-Verlag, ISBN 978-3-96140-060-7
Nachdruck mit freundlicher Genehmigung des Brendow-Verlags

Wochenspruch 28. April 2019 von Rolande Galizzi

„Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns nach seiner großen Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten.“ (1.Petrus 1,3)

Wie sich Petrus verändert hat! Können wir Petrus Melodie „hören“, wie er aus ganzem Herzen, erfüllt mit Freude, Liebe und Dankbarkeit Gott, Vater des Herrn Jesus Christus, lobt? Petrus neue Lebensperspektive hatte ihm eine aufgerichtete Hoffnung auf ein auferstehendes Leben gegeben. Sein Lob, eine Hommage an Gott! Vielleicht flüstert auch uns Jesus zu: „Wecke in deinem Herz das Verlangen und die Sehnsucht bis dein Lied zum Himmel steigt“.

Im Gerichtshof, als Petrus sich auf eigene Kraft, Stolz und Selbstvertrauen stützte, Petrus eingeschlossen in seinem eigenen Gefängnis, offenbarte er seine Leidensscheu. Jesus nahm Blickkontakt mit ihm. Er sah ihn liebevoll an. Was hat Er aber in Petrus gesehen? Petrus musste bitterlich weinen und fliehen. Jesus kannte seinen Fehlgang und liebte ihn. Er gab ihm Zeit. Er ging mit ihm nach seinem Tempo. Entdecken wir im Alltag wie Jesus in unsere eigene Lebensgeschichte mitgeht? Wie Er uns manchmal so ganz spontan liebevoll ansieht, gerade dann wenn wir uns auf einen Abweg befinden?

Jesus begegnete ihm wieder: „Der Auferstandene Herr Jesus… ist dem Simon erschienen“. Petrus Selbst- und Fremdwahrnehmung kamen zu einer Wende, eine Umkehr. Er wagte seine neue Stellung anzunehmen. Jesus hatte ihn dafür vorbereitet: „Bist du einst zurückgekehrt, so stärke deine Brüder“. Es war an der Zeit den Platz einzunehmen, der ihm zugedacht war. Woher soll aber der Mut kommen aus dem inneren Gefängnis heraus zu brechen, um unseren Platz einzunehmen?

Petrus angerührt von der Erfahrung durch die Begegnung mit dem Auferstandenen Christus, erfüllt von der Kraft des Heiligen Geistes den Jesus seine Jünger einblies, konnte ein Paradigma Wechsel erleben. Gott loben weil Er barmherzig ist, weil Er Hoffnung ist, weil Er in uns Wohnung genommen hat, weil Er unser Herz mit seiner Gegenwart schmückt.

Mit Petrus, mit den Psalmisten, miteinander - sich gegenseitig anstecken lassen in dem Lob an Gott, um nicht zu vergessen was Er uns Gutes getan hat und tun wird.

Wochenspruch 21. April 2019 von Ekki Reimann

„Christus spricht: Ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und der Hölle.“ (Offenbarung 1,18)

Viele Menschen mit einem christlichen Hintergrund kennen den alten Ostergruß: „Der Herr ist auferstanden – er ist in Wahrheit auferstanden!“

Gesagt ist das leicht aber kann ich das auch Glauben?

Steht dem nicht meine/unsere Erfahrung dagegen: Was hin ist, das ist hin! Tot ist tot und bleibt tot! Wer geht schon auf einen Friedhof, setzt sich dort hin und wartet darauf, dass einer der Toten aus dem Grab kommt und ein Schwätzchen mit ihm hält? Ich weiß, das klingt makaber aber genau darum geht es doch.

Genau das erzähle ich Menschen wenn sie mit mir über meinen Glauben an Jesus ins Gespräch kommen: Ich glaube an einen, der das getan hat. Aus dem Grab gekommen und mit seinen Freunden eine Unterhaltung geführt. Und der von dem ich erzähle war wirklich tot. Dafür hatten die zuverlässigsten Tötungshandwerker der damaligen Zeit – römische Soldaten- schon gesorgt. Und er ist wirklich vom Tod auferstanden und lebt. Das hat Gott bewirkt, der das Leben erfunden hat und Leben schaffen kann.

Dieses Ereignis war schon für die erste Jüngerschar eine Herausforderung und das ist es auch noch heute. Jesus ist nicht nur vom Tode auferstanden, er hat auch die Macht des Todes ein für alle Mal kaputt gemacht. Das steckt hinter den Worten, dass er die Schlüssel des Todes und der Hölle hat und dass er von Ewigkeit zu Ewigkeit lebt.

Wer einen Schlüssel hat, der hat die Macht und die Möglichkeit verschlossene Bereiche zu öffnen.

Für uns ist das Leben in der Tat eine Sackgasse, die mit dem Tod endet. Aber nun hat Jesus den Schlüssel zu dieser Sackgasse und aus unserer Sackgasse des Lebens wurde eine Durchgangsstraße zu neuem Leben, das nicht mehr begrenzt ist.

Für mich hat das auch in der Beratung eine Bedeutung. Das Wissen, dass Jesus die Sackgasse des Todes zu neuem Leben geöffnet hat, heißt, dass folgende Sackgassen-Sätze: „Jetzt ist alles aus!“ oder „ich habe keine Hoffnung mehr“ nicht mehr gelten müssen. Aus allen Sackgassen unseres Lebens gibt es einen Weg zu etwas Neuem – da kommt immer noch etwas. Daran halte ich fest, weil ich an die einzigartige Tat von Jesus glaube: An seinen Tod und an seine Auferstehung am Ostermorgen. Und das möchte ich immer wieder an andere weitergeben, die vor sich nur die Sackgassen sehen.

Jesus ist auferstanden – er ist in Wahrheit auferstanden - und lebt – und wir mit ihm! Ich wünsche allen Lesern ein frohes Fest.

Wochenspruch 14. April 2019 von Elke Grapentin

„Der Menschensohn muss erhöht werden, auf dass alle, die an ihn glauben, das ewige Leben„ haben. (Johannes 3, 14,15)

Step by step, wie es oft beiläufig heißt. Ein Schritt nach dem anderen - also: Jedem Schritt geht ein anderer Schritt voraus. Jeder Schritt ist wichtig und kein Schritt kann erfolgen ohne den vorherigen.

Das Bibelwort spricht von drei Schritten:

Schritt 1: Die Antwort – das „Muss“. Jesus Christus muss erhöht werden, er muss sterben, damit Gott mit uns in Gemeinschaft leben kann, mit seinen geliebten Menschen. Jesus Christus stirbt stellvertretend für unsere Sünden, damit nichts mehr zwischen uns und Gott steht. Alle anderen Versuche von Gottes Seite sind gescheitert. Seine Neuanfänge mit uns Menschen haben wir immer wieder zunichtegemacht. Der erste Schritt ist Gottes Antwort auf unser Unvermögen treu zu sein. Er kämpft nicht mehr gegen unsere Untreue, er schafft eine unwiederufbare Lösung. Jesus Christus stirbt für alle, wirklich alle, Sünden und macht so den Weg zu Gott unserem Vater frei. Schritt 1, ein Schritt, den Gott tut, der Antwort gibt auf unser Versagen und Gottes Sehnsucht nach uns.

Schritt 2: Der Schritt des Glaubens. Der erste Schritt hat nur dann eine Bedeutung für mich, wenn ich ihn als solchen glaube und für wahr halte. Ansonsten bin ich nicht in der Spur der Schritte. Der Schritt 1 ist dann trotzdem gegangen worden, aber ich schlage eine andere Richtung ein. Gott tut alles für uns, er räumt aus mit der Mauer aus unseren Sünden, die zwischen ihm und uns stehen. Wenn ich das aber Schritt 1 nicht glaube, steht diese Wand immer noch zwischen ihm und mir. Ich erkenne dann nicht meine Angewiesenheit, dass „Muss“ von Schritt 1. Ich darf glauben, dass Christus mich frei gemacht hat, befreit von meiner Vergangenheit, befreit in meiner Gegenwart und befreit für meine Zukunft. Schritt 2, ein Schritt, der mich auffordert zu glauben; zu glauben, dass Jesus Christus die Antwort auf meine Sünden ist.

Schritt 3: Der Schritt zum Ziel. Dieser Schritt verkörpert Gottes erklärten Willen. Er will die Rettung des Sünders und nicht seinen Tod. Er ist der Schöpfer, der Leben stiftet, ewiges Leben. Er ist der, der rettet. Gott will Gemeinschaft auf ewig mit uns, seinen Kindern. Sein ganzes Tun richtet er danach aus. Dieses Ziel verfolgt er über Jahrhunderte, wie die Bibel berichtet. Dafür geht er konsequent Schritte, schmerzhafte Schritte, bedeutsame Schritte, Lebensschritte für mich.

Der eigentliche Schritt, der diesen drei Schritten vorausgeht, steht im nachfolgenden Vers des Wochenspruchs, in Johannes 3, 16

Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eigenen Sohn gab, damit alle, die an ihn Glauben nicht verloren gehen, sondern das ewige Leben haben.

Gottes Liebesschritt geht allem voraus und seine Liebesspur begleitet uns und kommt uns entgegen.

Wochenspruch 07. April 2019 von Rüdiger Marmulla

Der Menschensohn ist nicht gekommen, dass er sich dienen lasse, sondern dass er diene und gebe sein Leben zu einer Erlösung für viele.
(Matthäus 20,28)

Jesus erhält die perfekte Ausbildung. Zunächst lernt er ein Handwerk, und er lernt es, saubere Sachleistungen abzuliefern. Jeder, der ein Hand­werk erlernt hat, der weiß, wie wichtig es ist, exakt und korrekt zu arbeiten. Im Zimmermannsberuf hilft es nicht, wenn die Balken für ein Dach nicht exakt zusammenpassen.

In seinem späteren dreijährigen Wirken lernt es Jesus dann auch, im Dienst­leistungs­bereich zu arbeiten, Jesus lehrt, Jesus heilt ärztlich, Je­sus arbeitet auch geistlich und treibt Dämonen aus. Und das ist noch nicht alles: Jesus wäscht Füße, und er reinigt nicht nur die Füße – er rei­nigt auch die Herzen. Jesus vergibt Schuld.

Und damit kommen wir in einen Bereich, der über den mensch­lichen Dienstleistungs­bereich vollkommen hinauswächst: Schuld kann nur Gott vergeben. Und Jesus dient noch mehr: Er gibt sein Leben zur Erlösung für die Vielen.

Jesus hat in seiner Tätigkeit vom Sachleister zum Dienstleister etwas Entscheidendes gelernt: Gehorsam. Und dieser Gehorsam qualifiziert Jesus für seinen nächsten großen Dienst. Gehorsam qualifiziert Jesus für das Richteramt. Jesus wird richten als der gehorsame Sohn Gottes und als der Größte aller Dienstleister, der bereit ist, auch den niedrigsten Dienst zu verrichten, nämlich sein Leben für dein Leben zu geben und deinen Tod zu sterben.

Herr. Du hast dein Leben für mich gegeben. Hab Dank. Amen.

 

Quelle:
Rüdiger Marmulla: Die Liebe geht tiefer als das Gesetz. Andachten für die Seelsorge.
2. Auflage 2018, Moers: Brendow-Verlag, ISBN 978-3-96140-060-7
Nachdruck mit freundlicher Genehmigung des Brendow-Verlags

Wochenspruch 31. März 2019 von Ekki Reimann

„Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt, bleibt es allein; wenn es aber erstirbt, bringt es viel Frucht.“(Johannes 12,24)

„Von nichts kommt nichts!“ Ein alter Volksspruch, der auf den römischen Philosophen Lukrez zurückgehen soll, ist mir bei dem anstehenden Wochenspruch eingefallen. Positive Ergebnisse brauchen Einsatz oder anders ausgedrückt: Leben kostet etwas. Die Geschichte, in der diese Aussage von Jesus fällt, spielt sich kurz nach seinem triumphalen Einzug in Jerusalem ab. Viele dachten damals wohl, nun übernimmt Jesus nach diesem Erfolg die Regierung und jagt endlich die Römer aus der Stadt und dann bricht eine wunderschöne Zeit für alle an. Menschen von weither kommen zu Jesus, seine Jünger agieren schon als Vorzimmersekretäre. Jesus ist eine Person der Öffentlichkeit geworden und Menschen drängen sich, um ihn kennenzulernen. Eventuell kamen sie sogar mit einer Einladung er solle auch zu ihnen kommen. Jesus scheint sein Ziel einfach erreichen zu können.

Aber sein Weg zu seinem Ziel ist ein anderer. Zu dem Ziel, Versöhnung mit Gott und ewiges Leben für alle, kommt man nicht durch den kurzfristigen Erfolg bei der Masse, einem Rausch, der nur zu bald mit einem Kater endet. Jesus bringt hier einen für mich erstmal paradox klingenden Gedanken ins Spiel: Sterben als der Weg zum Leben. Sein Sterben im Bild des Weizenkorns bedeutet Leben für viele. Damit bereitet Jesus hier schon die Botschaft von Karfreitag und Ostern vor.

Ich erlebe dieses Prinzip auf einer anderen Ebene auch in Beratungen. Damit Leben sich neu entfalten kann, muss erst etwas anderes sterben. Bei meiner Arbeit in der Suchthilfe wird mir das deutlich. Es genügt nicht der kurzfristige Erfolg einige abstinente Tage zu erleben – ich vergleiche das mit dem triumphalen Gefühl: Jesus zieht in Jerusalem ein, er hat es geschafft.

Für ein wirklich neues Leben muss das alte Leben sterben, damit ein wirklich Neues aufblühen kann. Dieses Sterben tut weh und ist nicht einfach, aber es führt zu etwas Besserem: Neuem Leben oder wie alte Prediger das formulierten: Durchs Kreuz zur Kron.

Ich wünsche euch in der Nachfolge von Jesus dieses Prinzip neu für euch und eure Beratung zu entdecken: Sterben als der Weg zum Leben.

Wochenspruch 24. März 2019 von Adrian Lenkner

„Doch Jesus sagte: „Wer seine Hand an den Pflug legt und dann nach hinten sieht, der ist für das Reich Gottes nicht brauchbar.“ (Luk. 9, 62)

Zuerst einmal denke ich bei diesem warnenden Satz von Jesus an Klienten, die sich komplett darauf versteift haben, nach der einen Ursache ihrer aktuellen Probleme in ihrer Kindheit zu suchen. Es ist gar nicht so einfach, sie nicht zu brüskieren, sondern sie erst einmal abzuholen und dann behutsam ins Arbeiten am Hier und Jetzt mitzunehmen.

Seit einiger Zeit erinnert mich der Satz jedoch auch an eine ungute Angewohnheit von mir selbst: Ich sah – mal wieder – meinen Kalender durch und überprüfte, wie viele Beratungsstunden ich in den letzten Wochen gehabt hatte. Wie wohl der Trend in den nächsten Wochen sein wird. Da hatte ich den Eindruck, Jesus sagte zu mir: „Verbringe nicht so viel Zeit damit, zu prüfen und zu vergleichen. Nutze die Zeit lieber, um für deine Klienten zu beten! Dann sorge ich dafür, dass genügend Leute kommen.“ Ist eigentlich einleuchtend, oder?

Noch ein weiterer Gedanke: Hier spricht Jesus ja über das „brauchbar“ sein, und zwar in Bezug darauf, sein Reich voranzubringen. Das könnte einige von uns „antriggern“. Und zwar diejenigen, deren Lebensskript einen Annahme beinhaltet, dass es im Leben vorrangig darum geht, zu leisten und ein Ziel voranzubringen.

Und es stimmt ja auch: wir haben die Ehre, uns ganz praktisch für Gottes Reich einsetzen zu dürfen. Zum Beispiel durch Fürbitte oder auch durch Seelsorge / Beratung.

Für manche von uns heißt das: Ja, fang an! Gib dieser schönen Tätigkeit mehr Raum in Deinem Leben!

Für andere von uns heißt das: Toll, dass du deiner Beratungstätigkeit so viel Raum gibst. Verliere aber nicht das zentrale Ziel deines Lebens aus den Augen. Ein echter Freund Gottes, seine „Braut“, zu sein. Du musst nicht alleine „die Welt retten“ und Dich völlig aufreiben. Nimm Dir die Zeiten der Erholung und der Gemeinschaft mit IHM, die Du brauchst. Wie es in einem neueren Lied heißt: „He’s bigger than the battle“…

Wochenspruch 17. März 2019 von Silke Berg

„Gott erweist seine Liebe zu uns darin, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren.“ (Römer 5,8)

Was bedeutet es, „Sünder“ zu sein? Im ersten Kapitel des Römerbriefes lesen wir vom Zustand des Menschen ohne Gott; wir finden eine Aufzählung von bösen Eigenschaften und Verhaltensweisen: Ungerechtigkeit, Neid, Mord, Verleumder, erfinderisch im Bösen usw. Es ist eine Bankrotterklärung der Menschheit. In diesem Zustand, in welchem wir uns befanden, starb Christus für uns. Als wir noch Sünder waren, schreibt Paulus, als noch lange nicht daran zu denken war, dass wir uns je für Gott interessieren könnten.

In dieser extremen hoffnungslosen Situation kommt Christus auf die Erde und stirbt für seine Feinde am Kreuz. Das ist unfassbar!! Nichts anderes hätte uns aus unserer Verlorenheit befreien können. Es war der einzige Weg! Und der Beweggrund, dass Gott seinen Sohn gab, war seine Liebe zu uns.

Manchmal höre ich Menschen sagen: ‚Gott liebt mich nicht‘ oder ‚Wenn Gott mich lieben würde, dann müsste…..passieren‘ oder ‚Ein Gott der Liebe kann nicht dieses Böse geschehen lassen‘.

Menschen haben eigene Ideen davon, wie Gottes Liebe auszusehen hat und welches Verhalten Liebe ausdrücken würde. Es ist vergleichbar mit der verkürzten Sichtweise eines kleinen Kindes, welches der Mama vorwirft: „Du hast mich nicht lieb, weil du mir kein Eis kaufst.“

Unsere Vorstellungen von Gottes Liebe sind oft sehr eingeschränkt und ich bin froh, dass Gott sich nicht danach richtet. ER weiß, dass wir Menschen nichts nötiger haben als die Erlösung von unserer Schuld; der größte Beweis seiner Liebe!

Ich wünsche uns allen, dass unsere eigenen Vorstellungen verblassen und verschwinden durch die Erkenntnis, was Gottes Liebe wirklich bedeutet und dass wir darin zur Ruhe kommen.

Wochenspruch 10. März 2019 von Elke Grapentin

„Dazu ist erschienen der Sohn Gottes, dass er die Werke des Teufels zerstöre.“ (1. Johannes 3, 8b)

Der Text spricht von den „Werken des Teufels“, eine Ausdrucksform, die mir zunächst fremd ist.

Der Teufel erschafft etwas, so wie der Künstler ein Bild oder eine Skulptur erschafft. Es gibt demnach Werke in unserer Welt, die vom Teufel geschaffen sind.

Der Johannesbrief nennt im Wesentlichen drei Werke des Teufels, gelebte Gesetzlosigkeit, gelebte Lieblosigkeit und gelebte Ungerechtigkeit. Drei Werke, die im Alltag viele Gesichter haben können: Stolz, Neid, Unversöhnlichkeit, Rechthaberei, Eitelkeit, Unfrieden … um nur einige zu nennen. Das sind Verhaltensweisen, die im Alltag manchmal sehr verlockend erscheinen und sich nicht selten hinter einer frommen Argumentation verstecken.

Jesus hat diesen Werken des Teufels den Kampf angesagt. Er tritt hier als Zerstörer auf. Jesus nimmt die Werke des Teufels sehr ernst. Jesus weiß, wie stark die Werke des Teufels in unserem Leben nachwirken können, wenn wir nur einfach ein neues Werk an das Alte angebaut haben. Altes im Leben abzubrechen, kann schmerzhaft sein. Sich von Liebgewonnenem zu verabschieden fällt oft schwer.

Leben als ein Kind Gottes, in seiner Nähe ist kein Anbau, sondern ein Neubau. Der Auferstandene Christus zerstört alle alten Werke des Teufels in unserem Leben und erschafft ein grundsätzlich neues Werk, eines das sich absolut unterscheidet. Christus zerstört, er lässt nichts beim Alten.

Ist das nicht radikal? Ja, das ist radikal! Es geht aber auch immerhin um einen Herrschaftswechsel. Weg von dem zerstörerischen Werken des Teufels, hin zu einem siegreichen, hoffnungsvollen und sinnvollen Leben als Kind Gottes.

Christus spricht: „Ich lebe und Ihr sollt auch leben.“ Christus erobert für uns Lebensraum, indem er als Sieger über den Teufel und seine Werke triumphiert, indem er zerstört, damit mein Leben gelingt.

Wochenspruch 03. März 2019 von Ekki Reimann

Seht, wir gehen hinauf nach Jerusalem, und es wird alles vollendet werden, was geschrieben ist durch die Propheten von dem Menschensohn. (Lukas 18,31)

Jesus im Gespräch mit seinen Jüngern. Der Verlauf des Gesprächs macht deutlich, die Jünger verstehen Jesus mal wieder nicht. Dieses Phänomen kommt in den Evangelien öfter vor. Das zeigt mir, bei Jesus geht es in erster Linie um eine tragfähige Beziehung und nicht darum, alles verstanden zu haben. Manche meinen: ich muss Jesus – Gott - erst vollkommen verstanden haben, um mit ihm etwas zu tun zu haben. Und manche tun dann so, als hätten sie alles verstanden.

Ich bin sehr dankbar für Gottes Wort, dass die Jünger eben nicht alles verstanden haben und trotzdem eine gute und tragfähige Beziehung zu Jesus hatten.

Nun aber zu dem, was ich persönlich meine, von dem Gespräch verstanden zu haben.

Jesus stellt hier den Zusammenhang zwischen den Aussagen des Alten Testaments und seinem Leben her. Mir begegnen immer wieder Menschen, die mit dem Alten Testament nichts oder nur wenig anfangen können. Sie sagen dann: „Ich lese lieber im Neuen Testament, da wird von Jesus gesprochen und das reicht ja auch.“ Dabei wird das, was Jesus bedeutet für mich, erst auf dem Boden des Alten Testamentes deutlich.

Jesus erzählt hier seinen Jüngern von seiner Zukunft, von der Notwendigkeit seines Sterbens und von seiner Auferstehung und dass das alles schon in den Schriften des Alten Testaments vorhergesagt wird. Das allein macht doch das Alte Testament spannend, einmal herauszufinden, welche Stellen Jesus hier genau meint.

Wichtig ist mir vor allem der Bezug zu seinem Sterben und seiner Auferstehung. Viele Zeitgenossen können mit dem Kreuzestod nichts mehr anfangen und irgendwann dann auch mit dem ganzen Jesus nichts mehr.

Da ist für mich das Alte Testament als Deutungshilfe ganz arg wichtig. Im AT wird deutlich, dass Schuld immer ein Stück Leben kostet. Ein verleumderisches Wort tötet vielleicht nicht sofort, raubt aber Leben. Im Opferkult am Tempel wird das ganz deutlich. Für meine Schuld, für die Zerstörung von Leben, die ich verursacht habe, stirbt ein Tier an meiner Stelle. Schuld in unserer Welt hat immer Konsequenzen für andere. In der Beratungspraxis erleben wir diesen systemischen Zusammenhang ja auch sehr deutlich.

In den Riss, den ich nicht mehr reparieren kann – versuche mal eine zerstörerische Botschaft und seine Wirkung ungeschehen zu machen – in diesen Riss meiner Unfähigkeit tritt Jesus, der Sohn Gottes mit seinem Leben. Ich kann Leben zwar zerstören aber nicht wieder neu machen – Jesus kann das. Deshalb brauche ich ihn, wenn Dinge neu und heil werden sollen und deshalb ist das Wissen von ihn auch in der Beratung nicht wegzudenken. Jesus stirbt den Tod, den ich verursache und bringt mich zu einer neuen Lebensmöglichkeit.

Ich weiß nicht, ob ich Jesus richtig verstehe, aber ich möchte mit den Jüngern seiner Einladung folgen und mich in Gedanken mit ihm auf den Weg machen nach Jerusalem, nach Golgatha unters Kreuz und zum leeren Grab. Und dazu lade ich auch euch in den kommenden Wochen der Passionszeit ein.

Und es bleibt dabei: Nicht das was ich verstanden habe oder auch noch nicht verstanden habe zählt, sondern die tragfähige Beziehung zu ihm.

Wochenspruch 24. Februar 2019 von Adrian Lenkner

Noch einmal zu dem, was gesagt ist: »Wenn ihr heute die Stimme Gottes hört, verschließt euch seinem Reden nicht wie bei jener Rebellion. (Hebräer 3:15)

Von der offenen Rebellion der Israeliten in der Wüste damals sind wir wahrscheinlich alle relativ weit entfernt, das ist doch schon mal beruhigend 😉

Nicht so wirklich im grünen Bereich fühlte ich mich in den letzten Jahren immer wieder bei der Frage, wann ich denn zuletzt das Reden Gottes persönlich vernommen habe... das war meist viele Monate her.

Auch wenig zufriedenstellend war mein Gebetsleben: Egal ob ich Stille Zeit frühmorgens oder spätabends versuchte, war es eher ein beständiges „Wegdämmern“ oder „Mit-Ablenkungen-kämpfen“.

Neben der persönlichen Betroffenheit beschäftigte mich auch schon länger die Frage, wie gläubige KlientInnen bei ihren Problemen mehr Veränderung durch Gottes Wirken (Faktoren Spiritualität und Kontingenz) erfahren könnten.

Diese Fragen führten mich zu neuen, bzw. ganz alten, geistlichen Übungen, die mich sehr begeistern: die sogenannten „Tagzeitengebete“. Sie werden in vielen Ordensbewegungen praktiziert, zum Teil seit Jahrhunderten.

Hier in aller Kürze ein Vorschlag, wie man das heute gestalten könnte:

mir ca. sieben Zeitpunkte am Tag überlegen, an denen ich mein Alltagstun für 10-15 Minuten unterbreche
mir zu Beginn bewusst machen, wo ich gerade bin und wie ich mich fühle
mir bewusst machen, dass ER da ist und ansprechbar ist, ich tatsächlich Zugang zu seinem Thron habe, und er sich auf mich freut
Einen Psalm pro Tag dazu nutzen: Den „meditieren“, d.h. immer wieder, Vers für Vers, lesen und auf mich wirken lassen. Nach jedem Vers mit Gott darüber ins Gespräch kommen
Mehr oder weniger kurz, vor ihm schweigen: Ich darf einfach sein, vor ihm
Eine Einheit am Tag lese ich fortlaufend die Bibel
Ggf. an einem Wochentag oder einer Uhrzeit ein Fürbitte-Ziel miteinbeziehen, z.B. „Menschen im Gefängnis

Meine Erfahrung damit:

Die Unterbrechungen meines geschäftigen Alltags tun mir sehr gut - die Uhrzeiten sind mir eine Hilfe, um daran zu denken, sehe ich aber nicht gesetzlich
Mein Alltag ist viel mehr durchdrungen vom Bewusstsein der Gegenwart Gottes
Die Worte des Psalms führen meine Gedanken immer wieder zurück zu Gott, ich bleibe wach und gedanklich präsent
Mein kleiner Horizont wird inspiriert durch den weiten Horizont von Jesus
Ich bin erstaunt, wie Gott auch durch einen Psalm, der meine Gefühlslage erst scheinbar überhaupt nicht trifft, durch einzelne Sätze mich inspiriert und herausfordert, tagesaktuell…

Vorsicht: Nicht als Horoskop lesen! ? Stattdessen als himmlisches Werkzeug, um mein Herz zu verändern und mich auf meine persönlichen Herausforderungen zuzurüsten.

Wochenspruch 17. Februar 2019 von Silke Berg

Wir liegen vor dir mit unserm Gebet und vertrauen nicht auf unsre Gerechtigkeit, sondern auf deine große Barmherzigkeit. (Daniel 9,18)

Daniel befindet sich in Babylon, in der Gefangenschaft und als er feststellt, dass es Prophezeiungen gibt, die ein Ende der Gefangenschaft vorhersagen (Dan.9,2), spricht Daniel ein beeindruckendes und zu Herzen gehenden Bußgebet.

Wir können davon ausgehen, dass Daniel nicht aktiv an den Sünden des Volkes beteiligt gewesen war, denn er wurde schon in sehr jungen Jahren nach Babylon deportiert. Er macht sich jedoch eins mit seinem Volk und bekennt stellvertretend die Schuld und die Gottlosigkeit des Volkes. Wiederholt stellt er fest, dass die Strafe der Wegführung und der Zerstörung Jerusalems eine Folge des Ungehorsams Israels war und zu Recht eingetroffen ist. Mose hatte es im Gesetz schon angekündigt (Dan.9,13).

Daniel hatte die richtige Haltung, um mit Gott zu reden. Er sieht ganz klar die unterschiedlichen Positionen: Gott ist gerecht und das Volk ist ungerecht. Das Unglück über Israel war ihre eigene Schuld und nicht Gottes Schuld. Doch hier macht Daniel nicht Schluss, denn er weiß: Gott ist nicht nur gerecht, sondern er ist auch barmherzig. Wenn es nur um Gerechtigkeit gehen würde, hätte das Volk keine Chance; sie wären de jure durchgefallen. Aber Gott ist barmherzig und voller Erbarmen und das ist ein Wissen, welches Daniel die Freimütigkeit gibt, Gott anzuflehen und um Hilfe zu bitte.

Es ist eine wunderbare Tatsache, dass wir einen barmherzigen Gott haben, der gern hilft und der barmherzig und gnädig ist. Aber die Voraussetzung, um mit Gott so reden zu können ist die richtige Haltung. Buße und Schuldbekenntnis sind der erste Schritt, damit Gott gnädig sein kann.

Ich wünsche mir selbst und meinen Ratsuchenden immer diese Haltung: Wir haben nichts verdient und wir können uns auch nichts verdienen, sondern alles ist Geschenk, ist Gnade, ist seine Barmherzigkeit! In diesem Wissen und mit dieser Einstellung dürfen wir zu Gott kommen und werden seine Hilfe erfahren, wie Daniel sie auch erfahren hat.

Wochenspruch 10. Februar 2019 von Elke Grapentin

„Kommt her und sehet an die Werke Gottes, der so wunderbar ist in seinem Tun an den Menschenkindern.“ (Psalm 66,5)

Gott tut wunderbare Taten und er tut sie nicht irgendwo, er tut sie an seinen Kindern. Wir sind Bestandteil seines Tuns. Gottes wunderbares Tun ist auf uns hin ausgerichtet.

Er ist ein Gott der hinsieht, der Anteil nimmt, dem wir nicht egal sind. Gott ist ein Gott der handelt, der eingreift, der überraschende Wendungen einleitet.

Der Psalm spricht von wunderbaren Taten, die Gott tut. Das heißt doch, dass sie außergewöhnlich, Wundern ähnlich sind. Deshalb ist in anderen Übersetzungen ist die Rede davon, dass die großen Taten Gottes in uns Staunen und Ehrfurcht hervorrufen.

Sie sollen uns begreiflich machen, dass unser Leben nicht der Beliebigkeit ausgesetzt ist, nicht den Zufällen preisgegeben, die uns ohnmächtig erscheinen lassen und uns die Kraft zum Gestalten nehmen wollen.

Der Psalmist fordert uns auf, ebenfalls hinzusehen, hinzusehen auf das was Gott tut. „Kommt her und sehet …“. Ich kann also auch vorbeigehen und wegschauen, die wunderbaren Taten Gottes nicht wahrnehmen, mich nicht ins Staunen bringen lassen. So wie Gott sich uns zuwendet, sollen wir uns auch zuwenden, nicht achtlos vorübergehen.

Es geht um ein Miteinander, um ein Miteinander von Gott und seinen Kindern. Der Psalm beschreibt Erfahrungen mit Gott in der Geschichte des Volkes Israel. Er beschreibt Schweres und Schönes und erkennt darin das wunderbare Handeln Gottes. Er interpretiert das Geschehen mit dem Vorzeichen der Allmacht Gottes und nicht mit dem Vorzeichen der eigenen Ohnmacht.

„Komm her und schau hin!“, das verstehe ich als Einladung von Gott. Eine Einladung mein Leben aus der Beziehung mit ihm zu leben. Ich bin sein Menschenkind und er mein Vater. Ich will hinsehen und die wunderbaren Taten in meinem Leben erkennen.

Wochenspruch 03. Februar 2019 von Silke Berg

„Der Herr wird ans Licht bringen, was im Finstern verborgen ist, und wird das Trachten der Herzen offenbar machen.“ (1.Korinther 4,5b)

Wie oft wünschten wir uns als Berater und Seelsorger, dass verborgene Dinge ans Licht kommen. Wenn ein Beratungsprozess ins Stocken gerät, weil es irgendwo klemmt und wir nicht wissen, wo. Vielleicht kann uns der Motivationstest dabei helfen, Beweggründe oder Motivationen des Ratsuchenden zu erkennen. Und durch Erfahrung, Austausch in der Supervision und nicht zuletzt durch Gebet können wir vorankommen und dem Ratsuchenden weiterhelfen.

Aber diese komplette Klarheit über versteckte und verborgene Dinge, wie in unserem Vers beschrieben, wird es erst in der Ewigkeit geben, nachdem der Herr wiedergekommen ist. Da wird es keine blinden Flecken oder verzerrte Wahrnehmung mehr geben!

Paulus schreibt diese Aussage, nachdem er die Korinther aufgefordert hat, nicht vor der Zeit zu richten. Er mahnt sie zur Zurückhaltung und zur Demut, indem er ihnen sinngemäß sagt: „Leute, seid vorsichtig mit dem Beurteilen, ihr habt noch nicht den gesamten Überblick. Wenn ein Richter ein Urteil spricht, dann hat er zuvor die Beweislage akribisch untersucht. Das ist notwendig, um nicht zu einem falschen Urteil zu gelangen. Könnt ihr denn das Trachten der Herzen beurteilen? Könnt ihr ins Herz schauen? Also wartet ab und richtet am besten gar nicht.“

Was passiert denn, wenn der Herr das Verborgene ans Licht bringen wird? Vielleicht fürchten wir uns davor, wenn offensichtlich werden wird, wie egoistisch und böse oft unsere Bewegründe waren. Aber das Geniale ist: Das Offenbarwerden endet nicht mit einer Verurteilung, weil die schon längst am Kreuz geschehen ist. Das Offenbarwerden endet bei Jedem mit einem Lob von Gott! („Dann wird einem jeden von Gott sein Lob zuteil werden.“)Wie groß ist Er, dass ER selbst unser Urteil trägt, uns freispricht und am Ende noch eine Belohnung gibt!

Deshalb sollten wir uns damit zurückhalten, die Beweggründe anderer zu richten! Und wir selbst sollten auch nicht immer danach fragen, was andere Menschen von uns denken.

Am Ende zählt doch nur, was unser Herr von und über uns denkt.

Wochenspruch 27. Januar 2019 von Günther Höhfeld

Über dir geht auf der Herr und seine Herrlichkeit erscheint über dir. (Jesaja 60,2)

Was für Worte! Sie sind es wert, wochenlang, ja monatelang betrachtet zu werden. Der heutige, letzte Epiphanias-Festtag führt uns zwei starke Verheißungen und tiefe Wahrheiten vor Augen: (1) Gott, der Schöpfer des Universums und Liebhaber unseres Lebens, strahlt dauerhaft über uns auf. Gott, der Herr über alles, behütet, bewahrt, beschützt uns, gerade in Zeiten von Chaos, Komplexität, Wirrwarr und Durcheinander. (2) Gottes Herrlichkeit, das Hervorgehobene, Herausragende erscheint über uns. Gott ist der Einzigartige, alles Überlegene. Er umgibt sich mit Herrlichkeit, die diese unfassbare Tatsache für uns in Jesus sichtbar macht.

Als Seelsorger sind diese Verheißungen für uns mit der Aufgabe verbunden, auf die Herrlichkeit dieses Gottes durch unsere Haltung und Handlung hinzuweisen. In unseren Beratungen können wir die Herrlichkeit zurückspiegeln, von der wir uns anstrahlen lassen. Paulus fasst diese Wechselwirkung wunderbar zusammen, wenn er uns auffordert: „Wandelt würdig vor Gott, der euch berufen hat zu seiner Herrlichkeit“ (1. Thess. 2,12). Die Verheißung weist uns darauf hin: Unser Ziel hier auf Erden ist es, Teil der Ausstrahlung Gottes, das heißt seiner Herrlichkeit und Ehre, zu sein. Die Konsequenz ist nicht Hochmut, sondern die Aufforderung an uns selbst, eines solchen Gottes würdig zu wandeln. Als seine Nachfolger tragen wir dieses Angeld auf himmlische Herrlichkeit in uns.

Erinnern wir uns noch an den 6. Januar, als hunderttausende Kinder und Jugendliche sich verkleidet haben und als Sternsinger in Städten und Dörfern von Haus zu Haus gezogen sind? Als sie zum Schutz mit Kreide die aktuelle Jahreszahl und »C+M+B« an die Türen geschrieben haben? Die Buchstaben stehen für »Christus Mansionem Benedicat«, was übersetzt heißt: »Christus segne dieses Haus«.

Mögen wir uns täglich bewusst machen, dass der Herr und seine Herrlichkeit mit uns sind, wenn wir durch unsere Haustüren gehen.

Wochenspruch 20. Januar 2019 von Günther Höhfeld

Von seiner Fülle haben wir alle genommen Gnade um Gnade. (Johannes 1,16)

Epiphanias - ein geistlicher Gesundheitserreger. Heute, am zweiten Sonntag nach dem Dreikönigsfest, geht es um die beiden herausragenden Begriffe Fülle und Gnade.

Fülle bedeutet: In Jesus ist mehr als genug vorhanden. Für jeden von uns, jeden Augenblick, jeden Atemzug, 24/7, ein Leben lang. Niemand braucht mehr von sich zu glauben, er genüge nicht, sei es nun seinen eigenen Ansprüchen oder fremden Erwartungen. Niemand braucht mehr zu glauben, er komme zu kurz oder nicht vor, werde übergangen, sei unwichtig.

Gnade bedeutet: Unverdientes Geschenk. In Jesus ist Gnade lebendig geworden. Niemand braucht mehr von sich zu glauben, er müsse alleine fertig werden mit seiner Schuld, den Ungerechtigkeiten und Ungereimtheiten, den Unsicherheiten und Unwägbarkeiten. Niemand braucht mehr am Leben zu verzweifeln,

vorbeizulaufen, zu scheitern.

Wörtlich übersetzt heißt es im Text: „Aus seiner Fülle empfangen wir Gnade um Gnade“. Jesus ist die Mensch gewordene göttliche Fülle und Gnade. Christen sind Beschenkte und Begnadete zugleich. Und haben damit beste Voraussetzungen für Biblisch Therapeutische Seelsorge. Als Beschenkte schenken wir Notleidenden aus der Fülle - unsere Wahrnehmung, Zeit, Kraft, Aufmerksamkeit, Echtheit, Empathie, Wertschätzung. Als Begnadete geben wir Gnade an Betroffene weiter - vergebend, authentisch, echt, wertschätzend, würdigend, zugewandt. In diesem Sinne ist Epiphanias ein wahrer Gesundheitserreger.

Mögen wir aus seiner Fülle und in seiner Gnade leben, jeden Tag.

Wochenspruch 13. Januar 2019 von Günther Höhfeld

Welche der Geist Gottes treibt, die sind Gottes Kinder. (Römer 8,14)

Setzen wir unsere Epiphanias-Reise fort. Heute, am ersten Sonntag nach dem Dreikönigsfest, geht es um die beiden Kernbegriffe Geist Gottes und Kinder Gottes. Es geht darum, sich von Gottes Geist leiten zu lassen. Und darum, Gottes Kind zu sein. Beide Begriffe sind veränderungswirksame, existentielle Paradigmen. Sie bedingen einander, sind untrennbar miteinander verbunden und charakterisieren gelebtes Christsein.

Unser Wochenspruch stammt aus Römer acht, für viele Exegeten das Herzstück des Briefes. Paulus beschreibt in diesem Kapitel wichtige Gegensatzpaare, so genannte Ambivalenzen und stellt seine Leser vor die Wahl: Gnade oder Gesetz? Gerechtigkeit oder Verdammnis? Freiheit oder Knechtschaft? Frieden oder Feindschaft? Leben oder Tod? Wer oder was treibt uns an: Geld? Macht? Ehre? Selbstverwirklichung? Von wem oder was lassen wir uns leiten?

Auch heute sind wir wieder eingeladen zu wählen. Wählen können ist entscheidend. Denn immer dann, wenn ein Mensch Wahlmöglichkeiten hat, ist er nicht hilflos ausgeliefert. Anders gesagt: Wahlmöglichkeiten können unsere Selbstwirksamkeit erhöhen. Wer wählen kann, hat die Möglichkeit, veränderungswirksam zu entscheiden und zu handeln. Die Frage ist nur: Wofür entscheiden wir uns?

Bei einer Entscheidung ist eine Scheidung zu ihrem Ende gekommen. Gottes Kind zu sein und sich von seinem Geist leiten zu lassen, sind zwei Grund legende Entscheidungen. Zugleich sind sie weise, denn sie suchen das Leben und wollen Frucht bringen, die bleibt: Liebe, Freude, Frieden, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Sanftmut, Treue, Selbstbeherrschung (Gal. 5,22).

Mögest Du Dich vom Geist Gottes leiten lassen, Deine Gottes-Kindschaft umarmen und Frucht bringen, die bleibt.

Wochenspruch 06. Januar 2019 von Günther Höhfeld

Die Finsternis vergeht und das wahre Licht scheint schon. (1. Joh. 2,8b)

Heute, am ersten Sonntag nach Neujahr, feiern wir Epiphanias. Welche Bedeutung wir diesem nach Ostern ältesten christlichen Fest auch zuschreiben - sei es „Erscheinung des Herrn“ (katholisch), „Dreikönigsfest“ (volkstümlich), „Weihnachtszwölfer“ (Österreich), „Hoch-Neujahr“ (regional vereinzelt) oder „Epiphanias“ (evangelisch) – immer geht es um IHN, um Jesus Christus.

Wenn Jesus erscheint, wenn die menschliche Gegenwart Gottes in unser irdisches, vergängliches Leben tritt, dann wird es Licht. So wie am ersten Schöpfungstag. Oder zur Geburt Jesu. Oder bei seiner Verklärung, oder Auferstehung. Dann geschieht Veränderung. Neues Leben entfaltet sich, Herrlichkeit überstrahlt Vergänglichkeit, neue Möglichkeitsräume entstehen, Menschen werden verwandelt. Licht ist im wahrsten Sinne des Wortes Lebens-Not-wendig. Ohne Licht kein Leben.

Wer oder was bringt Licht in Dein Leben? strahlen, schenkt Klarheit, gibt Orientierung? - Wo in Deinem Leben ist es dunkel geworden? Wo betrüben Dich Gedanken, bedrücken Dich Gefühle? Wo folgst Du dunklen Absichten oder Irrlichtern, machst finstere Pläne? Wo hat die Dunkelheit Dich am Wickel?

Licht oder Finsternis? Du hast die Wahl. Ich möchte Dich einladen, Dir heute einmal zwei Kantaten von Johann Sebastian Bach anzuhören. Er komponierte sie in Leibzig für Epiphanias, das Fest, welches die Weihnachtszeit beschließt:


Wenn Du magst, dann lausche doch auch intensiv dem sechsten Teil seines Weihnachtsoratoriums: „Herr, wenn die stolzen Feinde schnauben“. Bach hat es speziell zur Aufführung im Gottesdienst für Epiphanias verfasst. Ich wünsche Dir viel Freude beim Hören.

Möge das wahre Licht in Dir scheinen und Dich immer mehr verwandeln.